Deine Website steht nicht bei Google.
Das sind die Gründe.
Eine neue Website ist online, und nach zwei Wochen fragt jemand: „Warum finde ich uns nicht bei Google?" Meistens liegt es an einem von sieben Punkten – und die ersten drei kannst Du in fünf Minuten selbst prüfen.
Zuerst: Ist die Seite überhaupt im Index?
Bevor Du irgendetwas änderst, klär die Grundfrage. Tippe bei Google site:deine-domain.de ein, mit Doppelpunkt und ohne Leerzeichen. Was dort erscheint, kennt Google. Was nicht erscheint, existiert für die Suche nicht.
Kommt gar nichts, ist die Seite nicht indexiert. Kommen einzelne Seiten, aber nicht die, die Du suchst, ist es ein Problem der einzelnen Seite. Kommt alles, dann wirst Du gefunden – nur nicht für die Begriffe, an die Du denkst. Das sind drei völlig verschiedene Probleme mit drei verschiedenen Lösungen.
Grund 1: Die Seite sperrt Google aus
Zwei Schalter können eine ganze Website unsichtbar machen, und beide werden gern vergessen.
Der erste ist die Datei robots.txt. Steht dort Disallow: /, darf kein Suchmaschinen-Crawler die Seite lesen. Der zweite ist das Meta-Tag noindex im Quelltext. Viele Systeme setzen beides automatisch, solange eine Seite „in Entwicklung" ist – und niemand nimmt es zum Start wieder heraus.
- Rufe
deine-domain.de/robots.txtim Browser auf und lies, was dort steht. - Öffne die Startseite, drücke Strg+U (Quelltext) und suche nach
noindex. - Wenn Du ein Redaktionssystem benutzt: Such in den Einstellungen nach einem Haken wie „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren".
Grund 2: Google kennt die Seiten nicht
Google findet neue Seiten über Links. Gibt es keinen einzigen Link auf eine Unterseite – weder aus dem Menü noch aus dem Text noch aus der Sitemap –, dann ist sie zwar erreichbar, aber unauffindbar.
Die Sitemap ist die Abkürzung. Sie ist eine simple Liste aller Adressen, die zählen. Reiche sie in der Google Search Console ein, dann weiß Google, was es gibt, statt es erraten zu müssen.
Grund 3: Es gibt zu wenig zu lesen
Eine Seite mit einer Überschrift, einem Bild und drei Sätzen hat für Google keinen Gegenstand. Sie kann zu nichts passen, weil sie nichts sagt. In der Search Console taucht so etwas als „Soft 404" auf: technisch eine Seite, inhaltlich eine Lücke.
Das ist kein Aufruf, Text zu stapeln. Es ist der Hinweis, dass eine Leistung, die ranken soll, auch erklärt gehört: was sie umfasst, für wen sie gedacht ist, was sie kostet zu unterlassen, wie der Ablauf aussieht.
Grund 4: Alle Seiten sagen dasselbe
Wer zehn fast identische Seiten hat, bekommt nicht zehnmal so viel Sichtbarkeit. Google sucht sich eine aus und ignoriert den Rest als Dubletten. In der Search Console heißt das „Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag".
Der Test ist unangenehm einfach: Lies zwei Deiner Seiten hintereinander. Wenn Du beim zweiten Mal das Gefühl hast, das gerade schon gelesen zu haben, hat Google dasselbe Gefühl.
Grund 5: Du suchst nach Deinem Firmennamen
Nach dem eigenen Betriebsnamen zu suchen ist der verbreitetste Selbstbetrug. Auf den eigenen Namen rankt fast jeder – das sagt nichts darüber, ob jemand Neues Dich findet.
Die Frage ist nicht, ob man Dich findet, wenn man Dich schon kennt. Die Frage ist, was jemand eintippt, der Dich noch nicht kennt. Das sind Begriffe wie die Leistung plus die Stadt, oder ein Problem in Alltagssprache. Genau diese Begriffe müssen auf der Seite vorkommen – in Überschriften, nicht im Kleingedruckten.
Grund 6: Die Seite ist zu langsam oder auf dem Handy kaputt
Google bewertet Seiten so, wie ein Handy sie sieht. Wenn die Seite auf dem Telefon drei Sekunden weiß bleibt, Schaltflächen zu klein sind oder etwas seitlich herausragt, wirkt sich das aus – nicht als einzelner großer Hebel, aber spürbar.
Prüfe es an Deinem eigenen Telefon, im Mobilfunknetz statt im WLAN. Das ist näher an der Wirklichkeit als jedes Testwerkzeug.
Grund 7: Der Wettbewerb ist schlicht besser
Der unbequemste Grund. Wenn drei Anbieter zum selben Thema ausführliche, aktuelle, gut aufgebaute Seiten haben und Du einen Absatz, dann ist die Reihenfolge kein Versehen.
Hier hilft kein Trick, sondern nur die ehrliche Antwort auf eine Frage: Was kann ich zu diesem Thema sagen, das die anderen nicht sagen? Bei einem Betrieb ist das fast immer die Praxis – echte Fälle, echte Zahlen aus der eigenen Arbeit, echte Fotos.

