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RECmode
Texte & Wirkung

Die meisten Website-Texte
reden über sich selbst.

Fast jede Website beginnt mit einem Satz über sich selbst. Der Besucher aber kam mit einer Frage über sich – und wer die nicht aufgreift, verliert ihn in den ersten Sekunden.

2 Minuten Lesezeit

Der Fehler, der überall steht

„Wir sind Ihr kompetenter Partner für …" – dieser Satz steht auf zehntausenden Startseiten. Er ist nicht falsch, er ist nur leer. Er sagt nichts, was ein Mitbewerber nicht auch schreiben könnte, und er beantwortet keine einzige Frage.

Der Test ist einfach: Decke Deinen Firmennamen ab und lies den ersten Absatz. Wenn er genauso gut zu drei anderen Betrieben passt, ist er nicht Dein Text.

Was stattdessen wirkt

Der erste Satz sollte die Situation des Besuchers aufgreifen, nicht Deine Position. Drei Muster funktionieren:

  • Das Problem benennen. „Ihre Heizung fällt aus, und der Notdienst ist nicht erreichbar."
  • Das Ergebnis versprechen. „Eine Website, die Anfragen bringt – statt nur online zu sein."
  • Die Frage stellen, die er sich stellt. „Sie wissen nicht, ob sich eine Sanierung noch lohnt?"

Danach kommt erst, wer Du bist – und dann als Beleg, nicht als Behauptung.

Konkret schlägt allgemein

Vergleiche zwei Formulierungen für dieselbe Aussage:

  • Allgemein: „Wir arbeiten schnell und zuverlässig."
  • Konkret: „Anfragen beantworten wir am selben Tag. Wenn wir einen Termin zusagen, steht er."

Die zweite Fassung ist überprüfbar. Genau das macht sie glaubwürdig: Sie könnte widerlegt werden. Behauptungen, die niemand prüfen kann, glaubt auch niemand.

Die Sprache Deiner Kunden, nicht Deine

Betriebe schreiben gern in Fachsprache, weil sie darin denken. Kunden suchen aber in Alltagssprache. „Rohrleitungsinstandsetzung" ist korrekt; gesucht wird nach „Rohr verstopft".

Die Fundgrube dafür sind Deine eigenen Mails und Anrufe: Wie beschreiben Kunden ihr Problem, bevor Du es in Fachsprache übersetzt? Genau diese Formulierungen gehören auf die Seite.

Struktur: Menschen lesen nicht, sie suchen

Niemand liest eine Website von oben nach unten. Man überfliegt sie auf der Suche nach dem, was zur eigenen Frage passt. Text muss dafür gebaut sein:

  1. Überschriften, die etwas sagen. „Was die Sanierung kostet" statt „Informationen".
  2. Kurze Absätze. Drei bis vier Zeilen. Was länger ist, wird übersprungen.
  3. Das Wichtigste zuerst. Auch innerhalb eines Absatzes.
  4. Aufzählungen für Aufzählbares. Aber nicht für alles — eine Seite nur aus Listen liest sich wie ein Formular.
  5. Fettung sparsam. Wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig.

Der Abschluss: sagen, was zu tun ist

Jede Seite braucht einen klaren nächsten Schritt, und zwar denselben auf der ganzen Website. Wer auf einer Seite „Jetzt anfragen", auf der nächsten „Kontakt aufnehmen" und dann „Beratung vereinbaren" anbietet, zwingt zu einer Entscheidung, die niemand treffen will.

Gut ist ein Schritt, der klein wirkt und trotzdem weiterführt: ein kostenloses Erstgespräch, ein Rückruf, eine Einschätzung. Schlecht ist alles, was nach Verpflichtung klingt.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Wie lang sollte ein Website-Text sein?
So lang, wie die Frage es braucht. Eine Leistungsseite mit 500 bis 900 Wörtern beantwortet meist, was zu beantworten ist. Text um der Länge willen schadet.
Soll ich Suchbegriffe einbauen?
Ja, aber als normale Sprache. Der Begriff gehört in die Überschrift und kommt im Text natürlich vor. Gehäufte Wiederholungen schaden mehr, als sie nützen.
Soll ich duzen oder siezen?
So, wie Du mit Kunden sprichst. Wichtig ist nur, dass es auf der ganzen Website gleich bleibt.
Der nächste Schritt

Soll das bei Dir laufen
statt nur gelesen sein?

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