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RECmode
Texte & Wirkung

Besucher kommen.
Anfragen nicht.

Es gibt einen frustrierenden Zwischenstand: Die Seite wird gefunden, die Zahlen steigen, und trotzdem meldet sich niemand. Das ist kein Sichtbarkeitsproblem mehr – es ist ein Vertrauens- oder Wegeproblem.

2 Minuten Lesezeit

Grund 1: Der nächste Schritt ist unklar

Eine Seite endet mit einem Absatz über die Firmenphilosophie. Danach: nichts. Kein Knopf, keine Nummer, keine Aufforderung. Der Besucher hat gelesen, war überzeugt – und geht, weil nichts da war.

Jede Seite braucht am Ende einen konkreten nächsten Schritt. Und zwar sichtbar, nicht als Textlink zwischen zwei Absätzen.

Grund 2: Das Formular fragt zu viel

Jedes Pflichtfeld kostet. Bei einer ersten Anfrage braucht niemand die vollständige Adresse, die Firmengröße oder das Budget. Name, Kontaktmöglichkeit, Anliegen – das reicht.

Alles Weitere klärt sich im Gespräch. Ein Formular ist kein Antrag, sondern eine Türklinke.

Grund 3: Es fehlt der Beleg

„Über 20 Jahre Erfahrung" ist eine Behauptung. Ein Foto vom Team, ein benanntes Projekt, eine Bewertung mit Namen – das sind Belege.

Besonders wirksam sind Referenzen, die konkret sind: Was war die Aufgabe, was wurde gemacht, was kam heraus. Eine einzige solche Beschreibung wirkt mehr als zehn Logos ohne Zusammenhang.

Grund 4: Die Seite beantwortet die Frage vor der Frage nicht

Vor jeder Anfrage stehen ungestellte Fragen: Was kostet das ungefähr? Wie lange dauert es? Was muss ich vorbereiten? Was passiert, wenn es nicht passt?

Wer diese Fragen offen lässt, zwingt den Besucher, sie zu stellen – und viele stellen sie lieber gar nicht. Ein Abschnitt mit den fünf häufigsten Fragen beantwortet sie, bevor sie zum Hindernis werden.

Grund 5: Auf dem Handy ist der Weg zu weit

Am Schreibtisch sieht alles gut aus. Auf dem Telefon steht der Anruf-Knopf nach vier Bildschirmhöhen, das Formular hat winzige Felder, und die Telefonnummer ist Text statt Wählknopf.

Öffne Deine Seite auf dem eigenen Telefon und versuche, in unter dreißig Sekunden Kontakt aufzunehmen. Was Dich dabei stört, stört jeden.

Wie man herausfindet, welcher Grund es ist

  1. Selbst durchgehen. Handy, Mobilfunknetz, eine konkrete Absicht: „Ich will ein Angebot." Notiere jede Stelle, an der Du zögerst.
  2. Jemanden zuschauen lassen. Gib einer Person, die den Betrieb nicht kennt, dieselbe Aufgabe und sag nichts. Zwei Minuten Zuschauen ersetzen jede Statistik.
  3. Die Absprungstellen ansehen. Wenn eine Seite überdurchschnittlich oft die letzte ist, fehlt dort etwas.
  4. Eine Sache ändern, dann messen. Wer drei Dinge gleichzeitig ändert, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Was ist eine normale Anfragequote?
Das hängt zu stark von Branche und Herkunft der Besucher ab, als dass eine allgemeine Zahl hilfreich wäre. Der nützlichere Vergleich ist der mit Deinem eigenen Vormonat.
Hilft ein Chat-Fenster?
Wenn jemand zeitnah antwortet, ja. Ein Chat, in dem stundenlang niemand reagiert, ist schlechter als keiner.
Sollte ich Preise angeben?
Das ist eine Geschäftsentscheidung. Wenn Du keine Preise nennst, nenne wenigstens, wie sich der Preis bildet und wie man ihn erfährt — das nimmt die Unsicherheit.
Der nächste Schritt

Soll das bei Dir laufen
statt nur gelesen sein?

Der Digital-Check zeigt in drei Minuten, wo bei Dir am meisten liegen bleibt. Acht Fragen, keine Anmeldung, ehrliche Einschätzung.