Anmelden muss
man sie nicht.
Die Frage taucht bei jeder neuen Website auf: Wo melde ich sie bei Google an? Die kurze Antwort lautet – nirgends. Die längere ist interessanter, denn es gibt sehr wohl Dinge, die eine Aufnahme beschleunigen, und noch mehr, die sie verhindern.
Wie Google Seiten überhaupt findet
Suchmaschinen folgen Links. Zeigt irgendwo im Netz ein Link auf Deine Adresse, kommt der Crawler früher oder später vorbei. Ein Anmeldeformular gibt es seit Jahren nicht mehr, und es wird auch keines gebraucht.
Beschleunigen lässt sich das trotzdem. Nicht durch Anmeldung, sondern indem man es Google leicht macht.
- Search Console einrichten. Die Adresse bestätigen, dann die Sitemap einreichen. Das ist der einzige offizielle Weg, Google direkt auf eine Seite hinzuweisen.
- Sitemap bereitstellen. Eine Datei mit allen Adressen, die in den Index sollen. Die meisten Systeme erzeugen sie automatisch.
- Google-Unternehmensprofil anlegen und die Website dort eintragen – ein erster verlässlicher Verweis.
- Interne Verlinkung. Jede Unterseite sollte von mindestens einer anderen Seite verlinkt sein. Was nirgends verlinkt ist, wird schwer gefunden.
- Erste externe Erwähnungen: Branchenverzeichnisse, Kammer, Lieferanten, Verbände. Ein Link von einer Seite, die selbst gefunden wird, bringt den Crawler mit.
Was die Indexierung verhindert
- noindex. Eine Zeile im Quelltext, die Suchmaschinen ausdrücklich auffordert, die Seite nicht aufzunehmen. Sie ist der häufigste Grund, und sie bleibt nach einem Relaunch oft versehentlich stehen.
- Sperre in der robots.txt. Blockiert das Crawlen. Die Seite kann dann nicht einmal gelesen werden.
- Passwortschutz oder eine Wartungsseite, die noch aktiv ist.
- Canonical auf eine andere Adresse. Damit sagt die Seite selbst: Nimm lieber die andere.
- Zu dünner Inhalt. Seiten mit wenigen Sätzen werden gecrawlt, aber nicht aufgenommen. In der Search Console heißt das „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert".
- Doppelte Inhalte. Sind mehrere Seiten nahezu gleich, nimmt Google eine und lässt den Rest liegen.
Wie lange das dauert
Bei einer neuen Adresse ohne jede Verlinkung kann es Tage bis Wochen dauern. Mit Search Console, Sitemap und ein paar Verweisen geht es deutlich schneller. Eine Garantie gibt es nicht: Google entscheidet, was aufgenommen wird, nicht der Betreiber.
Wichtig ist der Unterschied zwischen zwei Dingen: Indexiert zu sein heißt, dass die Seite gefunden werden kann. Gefunden zu werden heißt, dass sie für eine Suche gut genug ist. Das Erste ist Technik, das Zweite ist Arbeit.
Nach der Aufnahme
- In der Search Console den Bericht zur Indexierung ansehen. Dort steht seitengenau, was aufgenommen wurde und was nicht – mit Begründung.
- Für einzelne wichtige Seiten die Prüfung der Adresse nutzen und die Indexierung beantragen. Das ist kein Hebel für hundert Seiten, aber für fünf sinnvoll.
- Titel und Beschreibung jeder Seite eigenständig formulieren. Sie entscheiden, ob jemand klickt.
- Nach jedem Relaunch prüfen, ob die alten Adressen weiterleiten und ob „noindex" verschwunden ist.

