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SEO im Handwerk ist
weniger kompliziert als gedacht.

SEO klingt nach einer Wissenschaft für Spezialisten. Für einen Handwerksbetrieb sind es im Kern vier Dinge – und die ersten beiden kosten nur Zeit, kein Geld.

2 Minuten Lesezeit

Was im Handwerk anders ist

Handwerksbetriebe konkurrieren nicht mit dem ganzen Land, sondern mit den Betrieben im Umkreis. Das macht die Aufgabe deutlich kleiner: Es geht nicht darum, gegen große Portale zu bestehen, sondern darum, in der eigenen Umgebung sichtbar zu sein.

Der zweite Unterschied: Die Suchabsicht ist meist dringend. Wer „Heizung Notdienst" sucht, vergleicht nicht wochenlang. Wer in diesem Moment gefunden wird und erreichbar ist, bekommt den Auftrag.

Die Reihenfolge, die sich bewährt hat

  1. Google-Unternehmensprofil vollständig. Kategorie, Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen. Das wirkt am schnellsten und kostet nichts.
  2. Eine eigene Seite je Leistung. Nicht „Leistungen" als Liste, sondern jede Leistung einzeln, mit dem Begriff, nach dem gesucht wird.
  3. Auf dem Handy funktionieren. Anrufknopf ohne Scrollen, kurze Ladezeit, lesbare Schrift.
  4. Bewertungen systematisch einsammeln. Als fester Schritt nach jedem Auftrag, nicht als Vorsatz.

Diese vier Punkte decken den Großteil dessen ab, was bei einem lokalen Betrieb überhaupt wirkt. Alles Weitere ist Feinschliff.

Die Begriffe, nach denen wirklich gesucht wird

Der häufigste Fehler ist, die eigene Fachsprache zu verwenden. Kunden suchen anders:

  • Problem statt Leistung: „Rohr verstopft" statt „Rohrreinigung", „Heizung wird nicht warm" statt „Heizungswartung".
  • Leistung plus Ort: „Elektriker" mit dem Ortsnamen — das ist die klassische lokale Suche.
  • Frage statt Begriff: „Was kostet eine neue Heizung" — solche Suchen führen zu Seiten, die die Frage beantworten.

Die beste Quelle für diese Begriffe ist Dein eigener Telefonhörer. Notiere eine Woche lang, mit welchen Worten Kunden ihr Anliegen beschreiben. Genau diese Worte gehören auf die Seite.

Was man sich sparen kann

  • Gekaufte Links. Sie verstoßen gegen die Richtlinien und können schaden. Für einen lokalen Betrieb sind sie ohnehin überflüssig.
  • Hunderte Brancheneinträge. Die großen und die branchenspezifischen reichen. Massenhafte Einträge bringen nichts.
  • Fast identische Ortsseiten. Zehn Seiten, bei denen nur der Ortsname getauscht ist, erkennt Google — und wertet sie ab.
  • Blindes Nachjagen von Ranking-Zahlen. Was zählt, sind Anrufe und Anfragen, nicht Positionen.

Wie lange es dauert

Das Unternehmensprofil wirkt am schnellsten: Verbesserungen sind oft innerhalb von Tagen bis Wochen messbar. Neue Seiten brauchen länger – Google muss sie finden, einordnen und einsortieren. Zwei bis drei Monate sind normal, bei umkämpften Begriffen mehr.

Wer nach zwei Wochen keine Veränderung sieht, hat nicht falsch gearbeitet, sondern zu früh gemessen.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Brauche ich eine SEO-Agentur?
Für die vier Grundpunkte nicht. Sie brauchen Zeit und Sorgfalt, keine Spezialkenntnisse. Hilfe lohnt sich, wenn die Grundlagen stehen und es um umkämpfte Begriffe geht.
Wie oft muss ich etwas tun?
Das Unternehmensprofil monatlich kurz pflegen, Bewertungen laufend einsammeln. Die Seiten selbst brauchen nur Pflege, wenn sich etwas ändert.
Lohnen sich Google Ads zusätzlich?
Sie wirken sofort, hören aber auch sofort auf zu wirken, wenn das Budget endet. Sinnvoll als Ergänzung, nicht als Ersatz für Sichtbarkeit, die bleibt.
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