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RECmode
Texte & Wirkung

Die Kamera hast
Du in der Tasche.

Eigene Bilder schlagen gekaufte Motive in jeder Hinsicht — sie zeigen den echten Betrieb, sie sind rechtlich unproblematisch, und sie kosten nichts. Was fehlt, ist meistens nicht die Kamera, sondern die Gewohnheit, sie zu benutzen.

Von 3 Minuten Lesezeit

Die fünf Regeln, die den Unterschied machen

  1. Licht kommt von vorn oder von der Seite, nie von hinten. Ein Fenster im Rücken des Motivs macht daraus einen Schatten. Bei Außenaufnahmen: früher Vormittag oder später Nachmittag, nicht die Mittagssonne.
  2. Näher rangehen. Der häufigste Fehler ist zu viel Bild. Wenn das Motiv Hände bei der Arbeit sind, gehören keine drei Meter Werkstatt drumherum.
  3. Waagerecht halten und Linien beachten. Ein schiefer Türrahmen fällt jedem auf, ohne dass er sagen kann warum. Das Raster in der Kamera-App einschalten.
  4. Hintergrund aufräumen, bevor Du auslöst. Zwei Sekunden Kaffeebecher wegstellen retten das Bild.
  5. Nicht digital zoomen. Das verschlechtert nur. Wenn Du näher willst, geh näher.

Welche Motive eine Website braucht

  • Vorher und nachher, aus demselben Blickwinkel und derselben Höhe. Das stärkste Bildpaar überhaupt — und es entsteht nur, wenn das Vorher-Bild vor dem ersten Handgriff gemacht wird.
  • Menschen bei der Arbeit, nicht aufgereiht vor dem Fahrzeug. Hände, Werkzeug, Konzentration.
  • Ein Gruppenbild vom Team. Draußen, im Schatten, alle in Arbeitskleidung. Das ist das Bild, das auf der Über-uns-Seite steht.
  • Details der Arbeit: saubere Naht, gerade Fuge, verlegtes Kabel. Solche Bilder überzeugen Fachleute und Laien gleichermaßen.
  • Fahrzeuge und Werkstatt, aufgeräumt.
  • Was fehlen darf: das Firmengebäude von außen. Das interessiert niemanden.

Was beim Aufnehmen zu klären ist

  • Einwilligung der abgebildeten Personen, schriftlich, mit Angabe wo das Bild erscheint. Das gilt für Mitarbeiter genauso wie für Kunden.
  • Erlaubnis des Kunden für Objektaufnahmen, wenn sie veröffentlicht werden sollen — am besten gleich im Übergabeprotokoll mit abgefragt.
  • Fremde Personen im Hintergrund unkenntlich machen oder das Bild nicht verwenden.
  • Keine fremden Logos und Marken im Bild, wenn es sich vermeiden lässt.
  • Bei Aufnahmen vom Nachbargrundstück aus oder mit einer Drohne kommen weitere Regeln dazu — das gehört vorher geprüft.

Dieser Abschnitt ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung.

Damit es zur Gewohnheit wird

  1. Eine feste Regel: bei jedem Auftrag ein Bild vorher, eines nachher. Zwei Bilder, zehn Sekunden.
  2. Die Bilder sofort dem Vorgang zuordnen, nicht abends aus der Galerie sortieren.
  3. Einmal im Monat die besten zehn aussuchen und für die Website aufbereiten.
  4. Vor dem Hochladen verkleinern — für die Website reichen etwa 1600 Pixel Breite und wenige hundert Kilobyte.
  5. Alternativtexte schreiben, die beschreiben, was zu sehen ist. Das hilft Menschen mit Vorleseprogramm und der Suche.

Nach einem Jahr hast Du damit ein Bildarchiv, für das andere Betriebe einen Fotografen buchen — und Deins zeigt die echte Arbeit statt gestellter Szenen.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Reicht ein Telefon wirklich?
Für Website und soziale Netzwerke ja. Aktuelle Geräte liefern mehr Qualität, als eine Website braucht. Entscheidend sind Licht und Bildaufbau, nicht die Kamera.
Was ist mit KI-Bildern?
Für Produkte, Team und Referenzen ausgeschlossen — der Betrachter erwartet dort die Wirklichkeit, und wer den Bruch bemerkt, glaubt auch dem Rest nicht mehr.
Wann lohnt sich ein Fotograf?
Für das Teamfoto und eine Handvoll Bilder, die überall auftauchen. Den Alltag fotografiert man besser selbst — laufend statt einmal im Jahr.
Hoch- oder Querformat?
Quer für die Website, hoch für soziale Netzwerke. Wer beides braucht, macht beides — das kostet eine zusätzliche Sekunde.
Der nächste Schritt

Echte Bilder wirken
stärker als gekaufte.

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