Die Fragen kommen
ohnehin.
Jeder Betrieb beantwortet dieselben zehn Fragen, jede Woche, am Telefon. Wer sie einmal gut aufschreibt, spart Zeit, wirkt vorbereitet und wird nebenbei für genau diese Fragen gefunden. Es ist die Seite mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung.
Woher die Fragen kommen
- Aus dem Telefon. Zwei Wochen lang notieren, was gefragt wird. Nicht ausdenken – mitschreiben. Das ist die beste Quelle, und sie kostet nichts.
- Aus der Search Console. Der Leistungsbericht zeigt, mit welchen Formulierungen Menschen auf Deiner Seite gelandet sind. Viele davon sind Fragen.
- Aus der Google-Suche selbst. Der Bereich „Ähnliche Fragen" unter den Ergebnissen zeigt, was sonst gefragt wird.
- Aus den Angeboten. Welche Rückfrage kommt fast immer, nachdem das Angebot draußen ist?
- Aus den Absagen. Woran ist es gescheitert? Diese Fragen sind die wertvollsten, weil ihre Antwort Aufträge rettet.
Wie eine Antwort aussehen sollte
- Die Antwort im ersten Satz. Nicht erst Anlauf nehmen. Wer scrollt, um die Antwort zu finden, gibt auf.
- Zwei bis fünf Sätze. Wird es länger, gehört es auf eine eigene Seite – mit Link aus der Antwort heraus.
- Konkret. „In der Regel innerhalb von zwei Wochen" ist eine Antwort. „Je nach Auftragslage" ist keine.
- Ehrlich. Wenn etwas nicht geht, sag es. Das spart beiden Seiten den Termin.
- In der Sprache des Kunden. Die Frage so formulieren, wie sie gestellt wird – nicht in Fachbegriffen.
Wo die Fragen hingehören
Eine eigene FAQ-Seite ist gut, aber sie ist nicht der einzige Ort – und oft nicht der beste.
- Auf die Leistungsseite, zu der die Frage gehört. Wer nach einer Leistung liest, hat die Frage gerade jetzt.
- Auf die Kontaktseite, für alles, was vor der Anfrage geklärt sein will.
- Auf eine Sammelseite, für den Rest – gut gegliedert nach Themen.
- In die Bestätigungsmail nach einer Anfrage. Dort beantwortet sie die Frage, bevor jemand anruft.
Technisch lohnt sich dabei eine Auszeichnung der Fragen als strukturierte Daten. Sie macht Suchmaschinen eindeutig klar, dass hier Frage und Antwort stehen – und Systeme, die Antworten zusammenstellen, greifen genau darauf zu.
Was eine FAQ-Seite nicht ist
- Kein Ersatz für klare Leistungsseiten. Wenn dort steht, was der Betrieb macht, entstehen viele Fragen erst gar nicht.
- Kein Ort für Werbung. Eine Antwort, die in eine Verkaufsbotschaft mündet, wird nicht geglaubt.
- Keine Sammelstelle für dreißig Fragen. Zehn gute schlagen dreißig mittelmäßige. Was niemand fragt, gehört nicht auf die Seite.
- Nicht in Stein gemeißelt. Zweimal im Jahr durchgehen: Was wird inzwischen anders gefragt?
Und der Nebeneffekt, der oft übersehen wird: Wer die zehn häufigsten Fragen sauber beantwortet, hat damit auch die Textbausteine für Angebote, für Bestätigungsmails und für das nächste Kundengespräch.

