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Recht

In zwanzig Minuten
weißt Du es.

Die meisten Datenschutzfehler auf Websites sind nicht kompliziert. Sie sind unbemerkt: ein Dienst, den jemand vor zwei Jahren eingebaut hat, ein Banner, das nichts blockiert, ein Formular ohne Hinweis. Diese Liste findet genau solche Dinge.

2 Minuten Lesezeit

Was Du brauchst

Einen Browser, zwanzig Minuten und ein privates Fenster – letzteres ist wichtig, damit frühere Einwilligungen das Ergebnis nicht verfälschen. Mehr nicht.

Die Liste ersetzt keine Rechtsberatung. Sie findet die Fehler, die in der Praxis am häufigsten vorkommen, und sagt, was dagegen hilft.

Prüfung 1: Was lädt ohne Einwilligung?

  1. Privates Fenster öffnen, Entwicklerwerkzeuge starten (F12 oder Rechtsklick, „Untersuchen"), Reiter „Netzwerk" wählen.
  2. Die Startseite aufrufen, aber im Banner nichts anklicken.
  3. In der Liste der Anfragen nach fremden Adressen suchen: alles, was nicht die eigene Domain ist.

Alles, was hier erscheint, wird ohne Einwilligung geladen. Für technisch notwendige Dinge ist das in Ordnung. Für Analyse, Karten, Schriften, Videos und Werbepixel ist es das nicht.

Prüfung 2: Tut das Banner, was es verspricht?

  • Auf „Nur notwendige" oder „Ablehnen" klicken. Danach im Reiter „Anwendung" die Cookies ansehen: Bleiben Cookies von Analyse- oder Werbediensten, blockiert das Banner nicht wirklich.
  • Gibt es den Knopf „Ablehnen" überhaupt – und ist er gleich sichtbar wie „Alle akzeptieren"? Ein grauer Textlink neben einer bunten Schaltfläche ist ein bekannter Kritikpunkt.
  • Ist die Einwilligung widerrufbar? Ein Link „Cookie-Einstellungen" im Footer, der das Banner wieder öffnet, erfüllt das.
  • Sind Kästchen vorangekreuzt? Das ist unzulässig; eine Einwilligung muss aktiv erteilt werden.

Prüfung 3: Formulare und E-Mail

  • Fragt das Kontaktformular nur ab, was gebraucht wird? Jedes Pflichtfeld, das für die Antwort nicht nötig ist, ist zu viel.
  • Steht am Formular ein Hinweis auf die Datenschutzerklärung?
  • Wohin geht die Nachricht? Läuft der Versand über einen Dienstleister, gehört er in die Erklärung – und meist braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
  • Landet die Seite nach dem Absenden auf einer Bestätigung, oder bleibt der Absender im Ungewissen? Das ist kein Rechtsthema, kostet aber Anfragen.

Prüfung 4: Die Pflichtseiten

  • Impressum von jeder Seite aus in einem Klick erreichbar, mit ladungsfähiger Anschrift und aktuellen Angaben.
  • Datenschutzerklärung nennt jeden Dienst, den Prüfung 1 zutage gefördert hat.
  • Verschlüsselung aktiv: Die Adresse beginnt mit „https", und der Aufruf über „http" leitet automatisch dorthin um.
  • Keine veralteten Normen: § 5 DDG statt § 5 TMG, § 18 MStV statt § 55 RStV.

Was danach zu tun ist

Sortiere die Funde nach Aufwand. Schriften lokal ausliefern und veraltete Normen korrigieren sind Sache von Minuten. Ein Banner, das nicht blockiert, ist Technik. Ein Dienst, den niemand mehr braucht, wird einfach ausgebaut – das ist die beste Lösung, weil sie das Problem entfernt statt es zu verwalten.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Brauche ich ein Cookie-Banner, wenn ich nichts messe?
Nein. Werden ausschließlich technisch notwendige Daten verarbeitet, ist keine Einwilligung nötig – und damit kein Banner.
Reicht es, die Datenschutzerklärung zu ergänzen?
Nur für Dinge, die zulässig sind. Etwas, das ohne Einwilligung nicht laufen darf, wird durch eine Erwähnung in der Erklärung nicht zulässig.
Wie oft sollte ich das prüfen?
Einmal im Jahr und immer dann, wenn etwas Neues eingebaut wurde. Die meisten Funde stammen aus Erweiterungen, an die sich niemand mehr erinnert.
Der nächste Schritt

Sauber gebaut ist einfacher
als sauber nachgerüstet.

Wir bauen Websites ohne fremde Ressourcen, mit einem Banner, das wirklich blockiert. Der Digital-Check zeigt in drei Minuten, wo Du stehst.