Die Struktur entscheidet,
wofür Du gefunden wirst.
Die meisten Websites sind so aufgebaut, wie der Betrieb intern denkt. Besucher denken aber anders – und Google liest die Struktur wie ein Inhaltsverzeichnis.
Der Denkfehler: das eigene Organigramm
Viele Seiten sind nach Abteilungen geordnet oder nach dem, was intern zusammengehört. Für Besucher ergibt das keinen Sinn: Sie haben eine Aufgabe und suchen die Seite, die dazu passt.
Die bessere Grundlage ist die Frage, mit der jemand kommt. Wer „Bad sanieren" sucht, will eine Seite über Badsanierung – nicht eine Seite „Unsere Gewerke", auf der Badsanierung als Aufzählungspunkt vorkommt.
Eine Seite je Absicht
Die Grundregel lautet: Eine Seite beantwortet eine Frage vollständig. Nicht drei halb, nicht eine mit Verweisen auf andere.
Daraus ergibt sich die Struktur fast von selbst. Sammle die Fragen, die Kunden tatsächlich stellen – aus Anrufen, Mails, Angeboten. Jede wiederkehrende Frage ist ein Kandidat für eine eigene Seite.
Die Navigation: fünf bis sieben Punkte
Eine Navigation mit fünfzehn Einträgen erzeugt keine Übersicht, sondern Lähmung. Fünf bis sieben Punkte sind die Obergrenze dessen, was jemand im Vorbeigehen erfasst.
Wenn mehr Seiten existieren – und das sollten sie –, gehören sie eine Ebene tiefer: auf die passende Übersichtsseite, nicht ins Hauptmenü. Die Leistungsseite verlinkt auf ihre Unterseiten, nicht das Menü auf alles.
Interne Verlinkung: der unterschätzte Hebel
Interne Links leiten Besucher weiter und verteilen gleichzeitig das Gewicht, das eine Seite von außen bekommt. Eine Seite, auf die niemand intern verlinkt, ist für Google fast unsichtbar – selbst wenn sie in der Sitemap steht.
- Aus dem Text heraus verlinken, nicht nur im Menü. Ein Link mitten im Satz wird häufiger geklickt als jeder Menüpunkt.
- Beschreibende Linktexte. „Mehr zur Badsanierung" statt „hier klicken" — der Linktext sagt Google, worum es auf der Zielseite geht.
- Jede Seite mindestens zweimal verlinken. Was nur einmal verlinkt ist, wird selten gefunden.
- Keine verwaisten Seiten. Prüf regelmäßig, ob auf jede Seite mindestens ein Link führt.
Adressen: kurz, sprechend, dauerhaft
Eine gute Adresse verrät, was auf der Seite steht: /badsanierung statt /leistungen/detail?id=42. Das hilft Besuchern beim Einordnen und Google beim Verstehen.
Noch wichtiger: Adressen sollen sich nicht ändern. Jede Änderung braucht eine Weiterleitung, und jede Weiterleitung ist eine Stelle, an der später etwas kaputtgehen kann. Lieber einmal gründlich nachdenken als dreimal umbauen.

