Der Entwurf ist
in Minuten da.
Es gibt inzwischen Werkzeuge, die aus drei Sätzen eine komplette Website bauen. Das Ergebnis sieht auf den ersten Blick erstaunlich gut aus. Der zweite Blick ist der interessante – und er entscheidet, ob daraus etwas wird, das Anfragen bringt.
Was tatsächlich gut funktioniert
- Struktur vorschlagen. Welche Seiten braucht ein Betrieb dieser Art, in welcher Reihenfolge? Dafür sind diese Werkzeuge stark.
- Erste Textfassungen. Ein Rohentwurf, den jemand danach auf den eigenen Betrieb umschreibt, spart die Angst vor dem leeren Blatt.
- Varianten durchspielen. Fünf Überschriften für dieselbe Seite, um zu sehen, welche Richtung trägt.
- Technische Kleinarbeit. Alternativtexte für Bilder vorschlagen, Titel und Beschreibungen entwerfen, lange Texte in Abschnitte gliedern.
- Übersetzungen als Rohfassung, die jemand mit Fachkenntnis nachzieht.
Wo es regelmäßig schiefgeht
- Der Text klingt nach allen. Die Modelle schreiben den Durchschnitt des Internets. Genau deshalb lesen sich die Ergebnisse wie die Seiten der Mitbewerber – austauschbar, glatt, ohne einen Satz, den nur dieser Betrieb sagen kann.
- Erfundene Fakten. Jahreszahlen, Zertifikate, Mitgliedschaften, Kundenzahlen: Sprachmodelle ergänzen Plausibles. Auf einer Geschäftsseite ist das nicht nur peinlich, es kann wettbewerbsrechtlich heikel werden.
- Rechtstexte. Ein generiertes Impressum oder eine generierte Datenschutzerklärung nennt, was üblich ist – nicht, was auf dieser Seite läuft. Das ist genau die Lücke, die abgemahnt wird.
- Technik unter der Oberfläche. Generierte Seiten laden oft fremde Schriften, Bildbibliotheken und Skripte. Schön anzusehen, ein Datenschutzproblem und langsam.
- Bilder. Generierte Fotos von Werkstätten und Teams, die es nicht gibt, fallen auf – und wer sie einmal erkennt, glaubt auch dem Rest nicht mehr.
Ein Weg, der funktioniert
- Struktur und Rohtexte erzeugen lassen – als Material, nicht als Ergebnis.
- Jeden Absatz gegen die Wirklichkeit prüfen. Was nicht belegbar ist, fliegt raus.
- Die drei Sätze selbst schreiben, die nur der eigene Betrieb sagen kann: warum es ihn gibt, was er anders macht, für wen er nicht der richtige ist.
- Eigene Bilder machen. Ein Handyfoto vom echten Team schlägt jedes erzeugte Bild.
- Rechtstexte gesondert behandeln, an der tatsächlichen Technik der Seite ausgerichtet.
- Technik prüfen: Was lädt beim Aufruf, wie schnell ist die Seite, funktioniert das Formular wirklich.
Was KI an der Sichtbarkeit ändert
Suchmaschinen bewerten nicht, womit ein Text entstanden ist, sondern ob er hilft. Ein generierter Text, der nichts Eigenes beiträgt, hat keinen Grund, gefunden zu werden – davon gibt es bereits mehr als genug.
Dazu kommt eine neue Richtung: Immer mehr Menschen fragen Assistenten statt Suchmaschinen. Die antworten aus Texten, die klar strukturiert sind, konkrete Angaben machen und nachprüfbar sind. Wer nur allgemeine Formulierungen liefert, wird dort nicht zitiert.

