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RECmode
Website

Gebaut ist nicht
fertig.

Über den Bau einer Website wird gesprochen, über die Zeit danach selten. Dabei entscheidet genau die darüber, ob die Seite in drei Jahren noch funktioniert – oder ob sie irgendwann still ausfällt und niemand weiß, wer zuständig ist.

2 Minuten Lesezeit

Die Posten, die immer anfallen

  • Domain. Die Adresse selbst, jährlich. Der günstigste Posten überhaupt und der wichtigste: Läuft sie ab, ist die Seite weg und die E-Mail-Adressen gleich mit.
  • Hosting. Der Platz, auf dem die Seite liegt. Monatlich oder jährlich, je nach Anbieter und Bedarf.
  • Verschlüsselung. Bei den meisten Anbietern im Hosting enthalten und kostenlos. Wichtig ist nur, dass die Erneuerung automatisch läuft.
  • E-Mail. Postfächer auf der eigenen Domain, meist je Postfach abgerechnet.
  • Sicherungen. Automatisch, regelmäßig, an einem zweiten Ort. Manche Anbieter haben das inklusive, andere berechnen es.

Die Posten, die vom System abhängen

Hier trennen sich die Wege. Eine Seite auf einem System mit Erweiterungen braucht dauerhaft Pflege; eine Seite ohne solche Bausteine braucht sie nicht.

  1. Aktualisierungen. Kern, Theme und jede Erweiterung brauchen regelmäßig Updates. Wer sie auslässt, sammelt Sicherheitslücken; wer sie blind einspielt, riskiert, dass etwas bricht. Beides kostet – einmal Zeit, einmal Nerven.
  2. Lizenzen. Kostenpflichtige Themes und Erweiterungen laufen meist jährlich. Ohne Verlängerung gibt es keine Updates mehr, und dann greift wieder Punkt 1.
  3. Erweiterungen, die niemand mehr pflegt. Der Entwickler stellt ein, die Erweiterung bleibt drin. Irgendwann passt sie nicht mehr – dann muss Ersatz gesucht werden.
  4. Schadsoftware-Prüfung, wenn das System ein bekanntes Ziel ist.

Die Posten, die freiwillig sind

  • Inhaltliche Pflege. Neue Referenzen, neue Leistungen, aktuelle Öffnungszeiten. Wer es selbst macht, braucht ein System, in dem das ohne Hilfe geht.
  • Messung. Wer wissen will, ob die Seite Anfragen bringt, braucht irgendeine Form von Auswertung.
  • Sichtbarkeit. Fortlaufende Arbeit an Inhalten und am Google-Profil. Das ist keine Pflicht, aber es ist der Unterschied zwischen einer Visitenkarte und einem Kanal.
  • Werbung. Wenn sie läuft, läuft sie monatlich.

Woran man einen schlechten Vertrag erkennt

  1. Es steht nicht drin, was enthalten ist. „Betreuung" ist kein Leistungsumfang. Aktualisierungen, Sicherungen, Reaktionszeit und Stundenkontingent gehören benannt.
  2. Die Domain läuft auf den Dienstleister. Sie muss auf den Betrieb laufen. Sonst gehört die eigene Adresse jemand anderem.
  3. Kein Zugang zu den eigenen Daten. Wer nicht an Dateien und Datenbank kommt, kann nicht wechseln – und zahlt deshalb, was verlangt wird.
  4. Lange Kündigungsfristen ohne Gegenleistung. Eine Bindung ist in Ordnung, wenn dafür etwas geliefert wird. Ohne Leistungsbeschreibung ist sie nur eine Bindung.
  5. Der Bau ist günstig, die Betreuung teuer. Ein häufiges Muster. Rechne beides zusammen über drei Jahre, dann wird es vergleichbar.

Was den laufenden Aufwand senkt

Jede Erweiterung, die nicht eingebaut wird, muss auch nicht gepflegt werden. Jeder fremde Dienst, der nicht eingebunden ist, kann nicht ausfallen. Das klingt nach Verzicht, ist aber meist nur Verzicht auf Dinge, die niemand benutzt.

Eine Seite, die ohne Erweiterungen auskommt, kostet nach dem Bau vor allem Domain und Hosting. Alles andere wird dann zur Entscheidung, nicht zur Pflicht.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Muss ich einen Wartungsvertrag abschließen?
Nicht zwingend. Er ist sinnvoll, wenn die Seite auf einem System mit Erweiterungen läuft. Ohne solche Bausteine ist der laufende Aufwand gering.
Wem gehört die Domain?
Dem, der als Inhaber eingetragen ist. Das sollte immer der Betrieb sein, nicht die Agentur. Der Eintrag lässt sich prüfen und bei Bedarf ändern.
Was passiert, wenn die Domain abläuft?
Die Seite ist offline und E-Mails kommen nicht mehr an. Nach einer Schutzfrist kann die Adresse von Dritten übernommen werden. Automatische Verlängerung ist deshalb Pflicht.
Sind die Kosten steuerlich absetzbar?
Betrieblich veranlasste Aufwendungen für eine Website sind grundsätzlich abziehbar; die Zuordnung und Abschreibung gehört in die Hand der Steuerberatung.
Der nächste Schritt

Wenig Technik heißt
wenig Wartung.

Wir bauen Seiten ohne Erweiterungsbaukasten und ohne fremde Dienste. Der Digital-Check zeigt in drei Minuten, was Deine Seite dauerhaft braucht.