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Selbst machen
oder machen lassen?

Die Frage ist selten „Kann ich das selbst?" – die Antwort darauf ist fast immer ja. Die Frage ist, was es Dich kostet, es selbst zu tun, und ob das Ergebnis das leistet, wofür es da ist.

3 Minuten Lesezeit

Die Rechnung, die niemand aufmacht

Ein Baukasten kostet wenig im Monat. Das ist die sichtbare Seite. Die unsichtbare ist Deine Zeit: Einarbeiten, Texte schreiben, Bilder beschaffen, Layout zurechtrücken, Feststellen, dass es auf dem Handy anders aussieht, von vorn anfangen.

Rechne die Stunden zusammen und multipliziere sie mit dem, was Deine Arbeitsstunde wert ist. Bei den meisten Betrieben kippt die Rechnung an dieser Stelle – nicht weil der Baukasten schlecht wäre, sondern weil die Stunden woanders mehr einbringen.

Dazu kommt ein zweiter Posten, den man erst später sieht: Eine Website, die keine Anfragen bringt, kostet nicht nur die Zeit, die sie gebraucht hat, sondern auch die Aufträge, die ohne sie ausbleiben.

Wann ein Baukasten wirklich reicht

Es gibt Fälle, in denen Selbermachen die richtige Entscheidung ist – und es ist unehrlich, das zu verschweigen:

  • Du willst überhaupt erst online sein, und zwar diese Woche.
  • Die Seite ist eine digitale Visitenkarte: Wer bist Du, was machst Du, wie erreicht man Dich.
  • Neukunden kommen ohnehin über Empfehlung; die Website bestätigt nur, dass es Dich gibt.
  • Du hast Freude daran und lernst gern etwas Neues.

In diesen Fällen ist ein Baukasten eine vernünftige Zwischenlösung. Nur sollte klar sein, dass es eine Zwischenlösung ist.

Wann sich professionelle Arbeit rechnet

Der Wendepunkt ist fast immer derselbe: Die Website soll etwas bringen, nicht nur existieren. Sobald das das Ziel ist, ändert sich die Anforderung grundlegend.

  • Sie muss gefunden werden – das heißt eine eigene Seite je Leistung, mit den Begriffen, die Kunden eintippen.
  • Sie muss überzeugen – echte Fotos, klare Antworten, Referenzen, ein Anruf-Knopf, der immer erreichbar ist.
  • Sie muss funktionieren – schnell, auf dem Handy, rechtssicher, auch in zwei Jahren noch.
  • Sie muss anschließbar sein – an Terminbuchung, an Anfragen-Abläufe, an das, was danach passiert.

Jeder dieser Punkte ist einzeln lernbar. Alle vier gleichzeitig, neben dem Tagesgeschäft, sind ein Projekt.

Woran der Preis hängt

Angebote für Websites schwanken stark, und das liegt selten an der Gier, sondern am Umfang. Diese Faktoren machen den Unterschied:

  • Zahl der Seiten, vor allem: wie viele Leistungen eine eigene Seite bekommen.
  • Texte. Wer sie selbst liefert, spart – wer das mit „mach mal" delegiert, bezahlt Arbeit, die Zeit braucht.
  • Bilder und Film. Ein Fototermin im Betrieb ist ein eigener Posten und meistens der, der am meisten verändert.
  • Funktionen. Terminbuchung, Kundenbereich, Shop, Mehrsprachigkeit – jede davon ist ein eigenes Thema.
  • Betreuung danach. Hosting, Sicherheit, Updates, Änderungen: entweder inbegriffen oder nicht.

Der dritte Weg

Es gibt eine Möglichkeit zwischen beidem: Struktur, Texte und Technik macht jemand, der es täglich tut – Pflege und Inhalte machst Du. Das funktioniert gut, wenn klar geregelt ist, wer was anfasst.

Es funktioniert nicht, wenn die Zuständigkeit im Ungefähren bleibt. Dann ändert ein halbes Jahr lang niemand etwas, und die Seite veraltet genauso wie die, um die sich nie jemand gekümmert hat.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Kann ich mit einem Baukasten bei Google ranken?
Grundsätzlich ja. Der Baukasten ist selten das Hindernis – der Inhalt ist es. Eine Seite mit drei Absätzen rankt in keinem System.
Was passiert, wenn ich später wechseln will?
Texte und Bilder lassen sich mitnehmen, das Layout nicht. Wichtig ist, dass Dir die Domain gehört und dass alte Adressen nach dem Umzug weitergeleitet werden.
Wie lange dauert eine professionell gebaute Website?
Bei einer überschaubaren Seite wenige Wochen. Der größte Teil der Zeit geht für Texte und Fotos drauf, nicht für die Technik.
Brauche ich zwingend neue Fotos?
Zwingend nicht, aber sie verändern mehr als fast alles andere. Stockfotos erkennt jeder, und sie erzeugen Distanz statt Vertrauen.
Der nächste Schritt

Soll das bei Dir laufen
statt nur gelesen sein?

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