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Der Verein lebt
von neuen Leuten.

Vereine haben ein anderes Ziel als Betriebe: Sie verkaufen nichts, sie brauchen Menschen. Mitglieder, Ehrenamtliche, Übungsleiter, Sponsoren. Eine Vereinswebsite ist deshalb kein Schaufenster, sondern eine Einladung – und sie wird fast immer wie ein Archiv gebaut.

Von 3 Minuten Lesezeit

Was Besucher wirklich suchen

Wer auf einer Vereinsseite landet, gehört fast immer zu einer von drei Gruppen. Für alle drei muss in den ersten Sekunden etwas dastehen.

  • Interessierte. Wann und wo wird trainiert oder geprobt? Kann ich einfach vorbeikommen? Was kostet der Beitrag? Gibt es ein Probetraining, und für welches Alter?
  • Mitglieder. Fällt der Termin aus? Wann ist die nächste Versammlung? Wer ist Ansprechpartner?
  • Eltern. Ab welchem Alter, wer betreut, wie sicher ist das, wie melde ich mein Kind an?

Die Pflichtangaben

  • Impressum nach § 5 DDG. Vereine sind in aller Regel geschäftsmäßig tätig – mit Name des Vereins, Anschrift, Vertretungsberechtigten nach Satzung, Kontakt und, falls eingetragen, Vereinsregister und Registernummer.
  • Datenschutzerklärung. Auch ohne Shop und ohne Newsletter verarbeitet jede Website Daten.
  • Einwilligungen für Fotos. Bei Vereinen der kritischste Punkt überhaupt, weil oft Kinder abgebildet sind. Ohne Einwilligung der Sorgeberechtigten kein Bild.
  • Mitgliederdaten gehören nicht offen ins Netz. Listen mit Namen, Geburtstagen oder Anschriften haben auf einer öffentlichen Seite nichts verloren.

Dieser Beitrag ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung.

Aktuell bleiben ohne Dauerbetreuung

Die meisten Vereinsseiten scheitern nicht am Aufbau, sondern an der Pflege. Nach zwei Jahren steht dort der Terminplan von vorgestern – und das schadet mehr, als gar keine Seite zu haben.

  1. Wenig Seiten, die veralten können. Was sich nie ändert (Ziele, Ansprechpartner, Anfahrt), bekommt eine eigene Seite. Was sich ständig ändert, gehört an genau eine Stelle.
  2. Termine an einer Stelle und von dort überall eingebunden – nicht dreimal gepflegt.
  3. Zwei Personen mit Zugang, nicht eine. Sonst steht die Seite still, sobald diese Person keine Zeit hat.
  4. Eine feste Routine: einmal im Monat fünfzehn Minuten. Mehr braucht es nicht, aber es muss verabredet sein.
  5. Kein System, das ständige Wartung verlangt. Ein Verein hat keine technische Abteilung – die Seite muss auch dann laufen, wenn ein halbes Jahr niemand hineinsieht.

Was zusätzlich hilft

  • Google-Unternehmensprofil. Auch Vereine können eines haben. Es bringt Öffnungszeiten, Anfahrt und Fotos in die Suche – kostenlos.
  • Ein Formular für Probetraining oder Mitgliedsantrag. Der Schritt von „interessiert" zu „gemeldet" sollte nicht an einem PDF scheitern, das jemand ausdrucken muss.
  • Eine Seite für Sponsoren, die sagt, was der Verein bietet und wie man ihn unterstützt.
  • Bilder vom Vereinsleben, mit geklärten Einwilligungen. Sie zeigen besser als jeder Text, ob man dazupasst.
  • Barrierefreiheit mitdenken. Ausreichender Kontrast, lesbare Schriftgrößen, Bedienung mit der Tastatur – das kostet beim Bauen nichts und schließt niemanden aus.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Braucht ein Verein ein Impressum?
In aller Regel ja. Die Ausnahme für rein private Seiten greift bei einem Verein mit öffentlichem Auftritt praktisch nie.
Dürfen wir Fotos vom Training zeigen?
Nur mit Einwilligung der abgebildeten Personen, bei Kindern zusätzlich der Sorgeberechtigten. Die Einwilligung sollte schriftlich vorliegen und ist widerruflich.
Was kostet eine Vereinswebsite?
Das hängt von Umfang und Bauweise ab. Wichtiger als der Anschaffungspreis ist die Frage, was die Pflege dauerhaft an Zeit und Geld kostet.
Reicht eine Facebook-Seite?
Nein. Sie erreicht nur, wer dort ist, und die Reichweite gehört dem Netzwerk. Eine eigene Adresse gehört dem Verein.
Der nächste Schritt

Eine Seite, die auch
ohne Pflege trägt.

Wir bauen Seiten ohne Wartungsbedarf, die man in fünfzehn Minuten im Monat aktuell hält. Der Digital-Check zeigt in drei Minuten, wo Eure Seite steht.