Maschinen lesen
keine Absätze.
Ein Mensch sieht auf Deiner Seite eine Adresse, Öffnungszeiten und eine Liste von Leistungen. Eine Maschine sieht Text. Strukturierte Daten sind die Übersetzung dazwischen — sie sagen ausdrücklich, was welche Angabe bedeutet.
Was das praktisch bringt
- Erweiterte Suchergebnisse. Sterne, Preise, Fragen, Kochzeiten — je nach Typ zeigt Google zusätzliche Angaben. Für Betriebe sind das vor allem die Navigationspfade.
- Eindeutigkeit. „0178 3248904" ist für eine Maschine eine Zahlenfolge. Mit Auszeichnung ist es die Telefonnummer eines bestimmten Unternehmens.
- KI-Antworten. Systeme, die Antworten zusammenstellen, greifen bevorzugt auf eindeutig ausgezeichnete Angaben zurück. Das ist inzwischen der praktisch wichtigste Grund.
- Was es nicht bringt: einen besseren Platz. Strukturierte Daten sind kein Rankingfaktor. Sie verändern die Darstellung und das Verständnis, nicht die Reihenfolge.
Die Typen, die für einen Betrieb zählen
- LocalBusiness (oder ein passender Untertyp): Name, Anschrift, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Einzugsgebiet. Die Grundlage für alles Lokale.
- Service je Leistung, mit Anbieter und Gebiet.
- FAQPage für Fragen und Antworten. Auch wenn Google die Darstellung im Ergebnis stark eingeschränkt hat, hilft die Auszeichnung dem Verständnis.
- BreadcrumbList für den Navigationspfad — einer der wenigen Typen, die bei Betrieben regelmäßig im Ergebnis erscheinen.
- Article oder BlogPosting für Beiträge, mit Verfasser und Datum.
- Person für die Über-uns-Seite, mit Qualifikation.
- WebSite und Organization einmal für die ganze Seite.
Format und Einbau
- JSON-LD im Seitenkopf ist das von Google empfohlene Format. Es steht getrennt vom sichtbaren Text und lässt sich ändern, ohne das Layout anzufassen.
- Nur auszeichnen, was auch auf der Seite steht. Angaben, die nur in den Daten vorkommen, gelten als Verstoß gegen die Richtlinien.
- Eine Quelle für beides. Bei uns entstehen sichtbare Fragen und das FAQ-Schema aus derselben Liste — sonst laufen sie nach der ersten Änderung auseinander.
- Pflichtfelder ernst nehmen. Ein Typ mit fehlenden Pflichtangaben wird nicht nur ignoriert, sondern in der Search Console als Fehler gemeldet.
Prüfen
- Googles Test für Rich-Suchergebnisse mit der Adresse aufrufen — er zeigt, welche Typen erkannt wurden und was fehlt.
- Den Schema-Validator zusätzlich nutzen: Er prüft gegen den Standard, nicht nur gegen Googles Auswahl.
- In der Search Console unter „Verbesserungen" nachsehen. Dort stehen Fehler seitengenau — bei uns etwa 140 gültige Navigationspfade.
- Nach jedem Umbau erneut prüfen. Ungültiges JSON fällt sonst nicht auf: Die Seite sieht normal aus, die Daten sind einfach weg.
Ein praktischer Hinweis zum Schluss: Weniger und richtig schlägt viel und fehlerhaft. Vier saubere Typen bringen mehr als zwölf, von denen die Hälfte Pflichtangaben vermissen lässt.

