Nicht mehr Kanäle.
Weniger Lecks.
Wer zu wenige Aufträge hat, denkt zuerst an mehr Werbung. In den meisten Betrieben liegt das Problem aber nicht am Anfang der Kette, sondern in der Mitte: Anfragen kommen an und versanden. Das zu beheben kostet nichts und wirkt sofort.
Die Kette, an der es hängt
Zwischen „jemand hat ein Problem" und „jemand beauftragt Dich" liegen fünf Schritte. An jedem geht ein Teil verloren. Wer nur den ersten Schritt vergrößert, vergrößert auch alle Verluste dahinter.
- Gefunden werden. Suche, Empfehlung, Profil, Fahrzeug, Schild.
- Überzeugen. Die Website beantwortet in dreißig Sekunden, ob Du der Richtige bist.
- Anfragen. Der Weg dorthin ist kurz und sichtbar.
- Antworten. Schnell, am selben Tag.
- Nachfassen. Das Angebot bleibt nicht unbeantwortet liegen.
Was zuerst kommt, wenn Aufträge fehlen
- Alle Anfragen an einer Stelle. Telefon, Formular, WhatsApp, Empfehlung. Eine Liste, eine zuständige Person, tägliche Durchsicht. Kostet nichts, wirkt in der ersten Woche.
- Offene Angebote nachfassen. Alle Angebote der letzten sechs Monate durchgehen und anrufen. Das ist regelmäßig der schnellste Umsatz, den ein Betrieb machen kann.
- Google-Unternehmensprofil vervollständigen. Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen. Kostet nichts, wirkt in Tagen.
- Bestandskunden kontaktieren. Wer vor drei Jahren zufrieden war, ist die günstigste Zielgruppe überhaupt.
- Empfehlungen aktiv ansprechen. Die meisten empfehlen gern und denken nur nicht daran.
Diese fünf Schritte kosten zusammen kein Werbebudget und brauchen etwa eine Woche. Erst danach lohnt es sich, über Reichweite zu sprechen.
Danach: Reichweite aufbauen
- Eigene Website mit einer Seite je Leistung. Die Grundlage für alles Weitere und das Einzige, was Dir wirklich gehört.
- Inhalte, die Fragen beantworten. Wirkt langsam, wirkt dauerhaft und kostet außer Zeit nichts.
- Bewertungen sammeln, systematisch nach jedem Auftrag.
- Anzeigen, wenn es schnell gehen muss und der Auftragswert es trägt. Wirkt sofort, hört sofort auf.
- Netzwerk: andere Gewerke, Planer, Hausverwaltungen. Der unterschätzteste Kanal im Handwerk.
- Soziale Netzwerke, wenn die Arbeit sichtbar ist und jemand Freude daran hat.
Die Fehler, die Geld kosten
- Alles gleichzeitig. Fünf Kanäle halbherzig bringen weniger als einer, der gut gemacht ist.
- Nicht messen. Wer nicht erfasst, woher Anfragen kommen, kann nicht entscheiden, was er verstärkt. Ein Feld „Wie sind Sie auf uns gekommen?" genügt dafür.
- Zu früh aufgeben. Inhalte brauchen Monate. Wer nach sechs Wochen abbricht, hat nur bezahlt.
- Werben für etwas, das nicht überzeugt. Mehr Besucher auf einer schwachen Seite bedeuten mehr Absprünge, nicht mehr Anfragen.
- Keine Kapazität. Werbung schalten, während der Kalender voll ist, verbrennt Geld und den eigenen Ruf.

