Gekaufte Links
sind eine Wette.
Ein Verweis von einer anderen Website ist eine Empfehlung, die Suchmaschinen lesen können. Deshalb zählen Links – und deshalb gibt es einen ganzen Markt, der sie verkauft. Für einen Betrieb ist der Markt der falsche Weg, und zwar aus einem sehr praktischen Grund.
Warum Links zählen
Suchmaschinen bewerten, ob eine Seite Vertrauen verdient. Ein Verweis von einer Seite, die selbst Vertrauen hat, ist ein Signal dafür. Wichtiger als die Zahl ist dabei, wer verlinkt.
- Ein Link aus dem eigenen Umfeld – Kammer, Verband, Lieferant, Partnerbetrieb – ist mehr wert als hundert aus Verzeichnissen.
- Ein Link aus dem Text ist stärker als einer in einer Fußzeile.
- Der Linktext sollte beschreiben, was am Ziel steht – nicht „hier klicken".
- Links von thematisch passenden Seiten wirken stärker als von beliebigen.
Wo ein Betrieb ehrlich an Links kommt
- Handwerkskammer, Innung, Verband. Mitgliederverzeichnisse sind oft verlinkt und werden vergessen. Prüf, ob Dein Eintrag stimmt und die Website verlinkt ist.
- Lieferanten und Hersteller. Viele haben Fachpartnerverzeichnisse. Wer dort gelistet ist, bekommt einen starken Link – oft muss man nur fragen.
- Partnerbetriebe. Andere Gewerke, mit denen Du regelmäßig arbeitest. Eine gegenseitige Erwähnung mit echtem Bezug ist völlig unproblematisch.
- Lokale Vereine und Sponsoring. Wer den Sportverein unterstützt, wird dort meist genannt.
- Örtliche Portale und Wirtschaftsförderung. Häufig kostenlose Einträge.
- Referenzen bei Kunden. Bei gewerblichen Kunden lohnt die Frage, ob der Betrieb als ausführende Firma genannt werden darf.
- Fachbeiträge. Wer etwas erklärt, das andere nicht erklären, wird zitiert. Das ist langsam und der einzige Weg, der von selbst weiterläuft.
Warum gekaufte Links ein Risiko sind
Bezahlte Verweise ohne Kennzeichnung verstoßen gegen die Richtlinien der Suchmaschinen. Das ist keine theoretische Frage: Betroffene Seiten verlieren Sichtbarkeit, und der Weg zurück dauert Monate.
- Wer kauft, kauft meist von Netzwerken, die viele bedienen – und die werden erkannt.
- Der Effekt ist kurzfristig, das Risiko dauerhaft.
- Wettbewerbsrechtlich kann bezahlte, nicht gekennzeichnete Werbung als Schleichwerbung problematisch sein.
- Für einen lokalen Betrieb ist der Nutzen ohnehin gering: Lokale Sichtbarkeit hängt stärker am Unternehmensprofil und an Bewertungen als an Links.
Wenn ein Link bezahlt oder durch eine Sachleistung veranlasst ist, gehört er entsprechend gekennzeichnet. Dann ist er unproblematisch – zählt allerdings auch nicht als Empfehlung.
Was mehr bringt als Links
Für einen Betrieb mit örtlichem Einzugsgebiet steht die Reihenfolge fest, und Links stehen nicht an erster Stelle.
- Vollständiges Google-Unternehmensprofil mit echten Bewertungen.
- Eine eigene Seite je Leistung, die die Frage wirklich beantwortet.
- Saubere Technik: schnell, fehlerfrei, auf dem Telefon bedienbar.
- Einheitliche Angaben zu Name, Anschrift und Telefonnummer überall im Netz.
- Und dann: Verweise aus dem eigenen Umfeld.

