Die Wörter, die
Deine Kunden tippen.
Die wichtigste Erkenntnis jeder Recherche ist unangenehm: Kunden suchen fast nie mit den Wörtern, die im Betrieb üblich sind. Wer „Sanitärinstallation" anbietet, wird von Leuten gesucht, die „Wasserhahn tropft" tippen.
Die kostenlosen Quellen
- Die Vervollständigung im Suchfeld. Begriff eintippen und sehen, was vorgeschlagen wird. Jeder Vorschlag ist eine Wortfolge, die Menschen tatsächlich eingeben. Ergänze Buchstaben von a bis z, um den Trichter zu öffnen.
- „Ähnliche Fragen" in den Suchergebnissen. Aufklappen erzeugt weitere Fragen – eine fertige Gliederung für eine Seite.
- „Ähnliche Suchanfragen" ganz unten auf der Ergebnisseite.
- Die Search Console. Der Leistungsbericht zeigt, über welche Suchen Deine Seite schon erscheint. Die beste Quelle überhaupt, weil es echte Daten Deiner eigenen Seite sind.
- Das Telefon. Wie fragen Kunden im Gespräch? Diese Formulierungen sind die ehrlichste Quelle, und sie kosten nichts.
- Die Mitbewerber. Welche Seiten haben die, welche Überschriften stehen dort? Nicht abschreiben – als Hinweis lesen, was gefragt wird.
Die drei Arten von Suchen
- Wissen wollen: „warum tropft ein wasserhahn". Gut für Blogbeiträge, selten für sofortige Aufträge – aber diese Leute merken sich, wer geholfen hat.
- Vergleichen: „wasserhahn reparieren oder tauschen". Hier fällt die Vorentscheidung. Eine ehrliche Antwort gewinnt Vertrauen.
- Beauftragen wollen: „installateur wasserhahn wechseln". Wenige Suchen, hoher Wert. Dafür braucht es eine Leistungsseite, keinen Blogbeitrag.
Die meisten Betriebe haben nur für die dritte Art eine Seite – und wundern sich, dass wenig Besucher kommen. Die ersten beiden Arten bringen die Menge, die dritte den Auftrag. Beides gehört verlinkt.
Aus der Liste eine Reihenfolge machen
- Alle gefundenen Formulierungen in eine Tabelle.
- Bei jeder eintragen: Welche Art von Suche ist das, und habe ich dafür schon eine Seite?
- Die Suchen markieren, bei denen jemand beauftragen will und eine Seite fehlt. Das sind die ersten.
- Dann die Vergleichsfragen, die im Gespräch ohnehin ständig kommen.
- Zum Schluss die Wissensfragen – davon gibt es unendlich viele, und sie sind der Dauerauftrag.
- Je Seite ein Thema. Zwei Seiten zum selben Thema machen sich gegenseitig kaputt.
Die Fehler, die Arbeit kosten
- Nach Wörtern optimieren statt nach Fragen. Suchmaschinen verstehen Zusammenhänge; wichtiger als das Wort ist, ob die Seite die Frage beantwortet.
- Wörter stapeln. Dasselbe Wort fünfzehnmal in einem Text zu wiederholen, hilft seit Jahren nicht mehr und liest sich schlecht.
- Nur auf große Zahlen schauen. Bei allgemeinen Begriffen stehen bundesweite Anbieter, gegen die ein kleiner Betrieb nicht ankommt.
- Ortsnamen in zwanzig fast gleiche Seiten packen. Das ist ein bekanntes Muster und funktioniert nicht mehr.
- Die Recherche einmal machen und nie wieder. Die Search Console liefert jeden Monat neue Formulierungen – kostenlos.

