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RECmode
Technik

Der Motor unter
der Website.

PHP ist die Sprache, in der viele Websites auf dem Server laufen. Sie wird vom Hoster bereitgestellt, in Versionen, und jede davon wird irgendwann nicht mehr mit Sicherheitskorrekturen versorgt. Ab diesem Tag läuft die Website auf einer Grundlage, die niemand mehr repariert.

2 Minuten Lesezeit

Warum das mehr ist als eine Zahl

  • Sicherheit. Ohne Korrekturen bleiben bekannte Lücken offen. Angriffe suchen genau danach.
  • Geschwindigkeit. Neuere Versionen sind spürbar schneller – bei gleichem Server und gleicher Seite.
  • Verträglichkeit. Aktuelle Erweiterungen setzen irgendwann eine Mindestversion voraus. Wer zurückbleibt, kann nicht mehr aktualisieren.
  • Datenschutz. Eine veraltete Grundlage ist schwer als angemessene technische Maßnahme zu begründen, wenn etwas passiert.

Die eigene Version feststellen

  1. Im Verwaltungsbereich des Hosters nach „PHP" suchen. Dort steht, welche Version für welche Domain eingestellt ist.
  2. Bei WordPress zeigt der Bereich „Website-Zustand" unter „Informationen" die laufende Version an.
  3. Dort steht meist auch, ob die Version noch unterstützt wird. Eine Warnung ist ernst zu nehmen.
  4. Zusätzlich prüfen, welche Mindestversion das eingesetzte System und die Erweiterungen verlangen.

Der Wechsel ohne Ausfall

  1. Sicherung anlegen, vollständig: Dateien und Datenbank.
  2. Alles aktualisieren, was aktualisiert werden kann: System, Theme, Erweiterungen. Die meisten Probleme entstehen durch veraltete Bausteine, nicht durch die neue Version.
  3. Auf einer Kopie testen. Viele Hoster bieten eine Testumgebung. Wo es die nicht gibt, tut eine Unterdomain mit einer Kopie denselben Dienst.
  4. Dort umschalten und durchklicken: Startseite, eine Unterseite, Formular abschicken, Verwaltungsbereich öffnen, Bild hochladen.
  5. Fehlerprotokoll ansehen. Warnungen deuten auf Erweiterungen hin, die bald Probleme machen – auch wenn die Seite noch läuft.
  6. Erst dann auf der echten Seite umschalten, zu einer Zeit mit wenig Betrieb, und sofort danach prüfen.
  7. Wenn etwas bricht: zurückschalten. Das geht bei den meisten Hostern in einem Klick und ist der Grund, warum dieser Weg sicher ist.

Wenn eine Erweiterung im Weg steht

Das ist der übliche Fall: Eine Erweiterung, die seit Jahren nicht gepflegt wird, verträgt die neue Version nicht. Dann gibt es drei Wege – und einer davon ist keiner.

  • Ersetzen. Fast jede alte Erweiterung hat einen gepflegten Nachfolger.
  • Weglassen. Oft stellt sich heraus, dass niemand sie noch nutzt.
  • Anpassen lassen, wenn sie wirklich unverzichtbar ist – das kostet, ist aber ehrlich kalkulierbar.
  • Kein Weg: auf der alten Version bleiben. Das verschiebt das Problem und vergrößert es, weil der Sprung später noch weiter ist.

Wie man es nicht wieder vergisst

Einmal im Jahr in den Website-Zustand sehen und die PHP-Version prüfen. Das ist eine Sache von zwei Minuten und erspart den Tag, an dem der Hoster ankündigt, dass er die alte Version abschaltet – meist mit knapper Frist.

Wer die Website ohne serverseitiges System betreibt, hat dieses Thema nicht: Dort liegen nur fertige Dateien, und es läuft nichts, was aktualisiert werden müsste.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Kostet die Umstellung etwas?
Beim Hoster in der Regel nicht, sie ist Teil des Pakets. Aufwand entsteht nur, wenn Erweiterungen angepasst werden müssen.
Wie merke ich, dass meine Version abläuft?
Der Hoster kündigt es an, und das System warnt im Website-Zustand. Beides wird oft übersehen, weil es keine sichtbare Störung gibt.
Kann ich die Umstellung rückgängig machen?
Bei den meisten Hostern ja, in einem Klick. Genau deshalb ist ein Test mit sofortiger Rückfallmöglichkeit der sichere Weg.
Muss ich das selbst machen?
Wer eine Betreuung hat, sollte das dort ansprechen. Wer keine hat, kann es mit Sicherung und Testumgebung selbst tun – vorsichtig und nicht freitagnachmittags.
Der nächste Schritt

Seiten, die keinen
Motor brauchen.

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