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RECmode
Website

„Betreuung" ist
keine Leistung.

Ein Wartungsvertrag ist sinnvoll – und er ist einer der Verträge, die am häufigsten nichts aussagen. „Laufende Betreuung der Website" kann alles bedeuten: eine Stunde im Monat oder ein Blick pro Jahr. Ohne Leistungsbeschreibung ist er eine Abbuchung.

Von 3 Minuten Lesezeit

Was benannt sein muss

  1. Aktualisierungen: Was wird aktualisiert, wie oft, und was passiert, wenn ein Update etwas kaputt macht? Wer stellt wieder her, und ist das enthalten?
  2. Sicherungen: Wie oft, wie lange aufbewahrt, wo gespeichert, und wer spielt im Ernstfall zurück? Am besten mit einer Zusage, wie lange das dauern darf.
  3. Überwachung: Wird geprüft, ob die Seite erreichbar ist? In welchem Abstand, und wer wird wann benachrichtigt?
  4. Reaktionszeit: Innerhalb welcher Frist wird auf eine Störung reagiert – und gilt das auch freitags um 16 Uhr?
  5. Inhaltliche Änderungen: Ist ein Kontingent enthalten? In Stunden oder in Änderungen? Verfällt es?
  6. Berichte: Bekommst Du etwas Schriftliches darüber, was gemacht wurde? Ohne das lässt sich nicht beurteilen, wofür gezahlt wird.
  7. Zugänge: Wer hat welche, und wie kommst Du selbst daran?

Woran sich ein schlechter Vertrag erkennen lässt

  • Keine Leistungsbeschreibung, nur ein Sammelbegriff.
  • Die Domain läuft auf den Dienstleister. Dann gehört Dir Deine Adresse nicht – das ist der wichtigste Punkt überhaupt.
  • Kein Zugang zu Dateien und Datenbank. Wer nicht heraus kann, kann nicht wechseln.
  • Lange Laufzeit ohne Gegenleistung. Eine Bindung ist in Ordnung, wenn dafür etwas geliefert wird.
  • Keine Reaktionszeit. „Wir kümmern uns" ist keine Zusage.
  • Änderungen nur über den Dienstleister, obwohl das System eine Bearbeitung erlaubt.
  • Niedriger Bau-, hoher Betreuungspreis. Rechne beides über drei Jahre zusammen, dann wird es vergleichbar.

Wann sich ein Vertrag lohnt – und wann nicht

Der Bedarf hängt daran, worauf die Seite gebaut ist.

  • Lohnt sich: Seiten auf einem System mit Erweiterungen. Dort gibt es regelmäßig Aktualisierungen, und jede kann etwas brechen. Ohne Pflege sammelt die Seite Sicherheitslücken.
  • Lohnt sich: Seiten mit Shop, Buchung oder Anbindung an andere Systeme.
  • Lohnt sich weniger: Seiten aus fertigen Dateien ohne Serverprogramm. Dort gibt es nichts zu aktualisieren; es bleiben Domain, Hosting und gelegentliche Inhalte.
  • In jedem Fall sinnvoll: eine Vereinbarung über Erreichbarkeit und Reaktionszeit – auch ohne monatliche Pflege.

Der Wartungsmodus

Ein Detail, das oft falsch gemacht wird: Wenn die Seite für Arbeiten kurzzeitig nicht erreichbar ist, sollte sie das richtig sagen.

  1. Eine Wartungsseite mit dem Statuscode 503 statt 200. Damit weiß auch die Suchmaschine, dass es vorübergehend ist – sonst wird die Wartungsseite indexiert.
  2. Ein Hinweis, wann es weitergeht, und eine Telefonnummer.
  3. Impressum bleibt erreichbar – die Pflicht gilt auch während der Wartung.
  4. Und: Arbeiten nach Möglichkeit auf einer Kopie machen, dann braucht es den Modus gar nicht.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Was kostet ein Wartungsvertrag?
Das hängt vom Umfang ab und wird je Projekt kalkuliert. Wichtiger als der Betrag ist, dass die enthaltenen Leistungen benannt sind.
Kann ich die Wartung selbst machen?
Bei einer einfachen Seite ja. Wichtig sind dann eine Sicherung vor jedem Update und der Vorsatz, es wirklich regelmäßig zu tun.
Was passiert ohne Wartung?
Bei einer Seite ohne Serverprogramm wenig. Bei einem System mit Erweiterungen sammeln sich Sicherheitslücken, und irgendwann läuft die Seite nicht mehr.
Wem gehört die Website?
Das sollte im Vertrag stehen. Dateien, Inhalte, Bilder und Domain gehören dem Betrieb – sonst wird jeder Wechsel zur Verhandlung.
Der nächste Schritt

Wenig Technik,
wenig Wartung.

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