Zum Inhalt springen
RECmode
Automatisierung

Termine buchen
ohne Telefon-Pingpong.

Vier Anrufe, zwei Rückrufe, ein Termin. So läuft Terminvergabe in vielen Betrieben – und jeder dieser Schritte kostet beide Seiten Zeit. Online-Buchung ersetzt das, wenn sie richtig eingerichtet ist.

2 Minuten Lesezeit

Was Online-Terminbuchung wirklich löst

Der offensichtliche Gewinn ist die gesparte Zeit. Der größere ist ein anderer: Termine werden dann gebucht, wenn der Kunde daran denkt – abends, am Wochenende, in der Pause. Genau dann, wenn niemand ans Telefon geht.

Dazu kommt die Verlässlichkeit. Ein gebuchter Termin steht im Kalender, mit Erinnerung. Ein telefonisch vereinbarter steht auf einem Zettel, bis ihn jemand überträgt.

Die Einstellungen, an denen es hängt

Eine Buchungsstrecke ist schnell eingebaut. Ob sie im Alltag funktioniert, entscheiden ein paar Einstellungen, die man leicht übersieht:

  • Vorlaufzeit. Wie kurzfristig darf gebucht werden? Ohne Vorlauf steht plötzlich ein Termin in zwanzig Minuten im Kalender.
  • Puffer zwischen Terminen. Fahrzeit, Vorbereitung, Nachbereitung. Ohne Puffer hängt man den ganzen Tag hinterher.
  • Maximale Termine pro Tag. Schützt vor Tagen, an denen nichts anderes mehr geht.
  • Termin-Arten mit eigener Dauer. Ein Erstgespräch ist nicht so lang wie eine Wartung. Wer alles gleich lang plant, plant falsch.
  • Abwesenheiten. Der Buchungskalender muss den echten Kalender lesen – sonst wird in den Urlaub hinein gebucht.

Absagen und Verschiebungen

Jede Bestätigungsmail sollte einen Link zum Absagen oder Verschieben enthalten. Das klingt kontraintuitiv – man will ja keine Absagen. Aber eine Absage am Vortag ist wertvoll: Der Platz wird frei und kann neu vergeben werden.

Ohne einfachen Absageweg erscheint der Kunde einfach nicht. Dann ist der Platz genauso weg, nur ohne Vorwarnung.

Eine Erinnerung am Vortag senkt die Zahl der vergessenen Termine deutlich. Kurz, freundlich, mit Uhrzeit, Ort und der Möglichkeit zu verschieben.

Datenschutz: die Punkte, die zählen

Bei einer Terminbuchung werden personenbezogene Daten verarbeitet. Drei Dinge sind zu klären:

  1. Welche Daten brauchst Du wirklich? Name und eine Kontaktmöglichkeit. Geburtsdatum, Adresse und Anliegen nur, wenn sie für den Termin nötig sind.
  2. Wo liegen die Daten? Bei einem externen Dienst brauchst Du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und einen Eintrag in der Datenschutzerklärung.
  3. Besondere Kategorien. Bei Gesundheitsdaten – also in jeder Praxis – gelten strengere Anforderungen. Das Buchungsfeld sollte dann nicht nach dem Beschwerdebild fragen.

Wer eine eingebettete Buchungsstrecke von einem fremden Anbieter nutzt, lädt fremde Inhalte. Das gehört hinter die Einwilligung oder wird als eigene Seite verlinkt statt eingebettet.

Was danach passieren sollte

Ein gebuchter Termin ist ein Anfang, kein Abschluss. Sinnvoll ist, was sich daran anschließt: eine Bestätigung sofort, eine Erinnerung am Vortag, nach dem Termin eine kurze Nachfrage – und je nach Geschäft eine Bewertungsanfrage.

Jeder dieser Schritte ist einzeln unspektakulär. Zusammen ergeben sie den Unterschied zwischen „Termin war" und „Kunde kommt wieder".

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Brauche ich dafür eine bestimmte Website?
Nein. Buchungsstrecken lassen sich an nahezu jede Website anbinden – als eingebetteter Bereich oder als verlinkte Seite.
Was, wenn ich Termine lieber selbst vergebe?
Dann ist eine Anfrage mit Terminwunsch der Mittelweg: Der Kunde nennt zwei Wunschtermine, Du bestätigst. Spart die Hälfte der Anrufe, behält die Kontrolle.
Funktioniert das auch für Außentermine?
Ja, mit Puffern für Fahrzeit und begrenzten Terminen pro Tag. Sinnvoll ist, Buchungen nach Gebieten auf bestimmte Wochentage zu legen.
Der nächste Schritt

Soll das bei Dir laufen
statt nur gelesen sein?

Der Digital-Check zeigt in drei Minuten, wo bei Dir am meisten liegen bleibt. Acht Fragen, keine Anmeldung, ehrliche Einschätzung.