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Automatisierung

Das Angebot entscheidet,
nicht der Preis.

Zwischen Ortstermin und Angebot vergehen in vielen Betrieben Tage. In dieser Zeit entscheidet sich oft schon, wer den Auftrag bekommt – nicht wegen des Preises, sondern weil jemand anders schneller war und klarer geschrieben hat.

2 Minuten Lesezeit

Die Pflichtangaben

Ein Angebot ist kein Formular, aber es gibt Angaben, ohne die es Rückfragen erzeugt oder rechtlich unklar bleibt.

  • Wer bietet an: vollständiger Name des Betriebs, Anschrift, Kontakt, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder Steuernummer.
  • Wem: vollständige Anschrift des Empfängers.
  • Angebotsnummer und Datum. Ohne Nummer wird die Zuordnung später mühsam.
  • Leistungsbeschreibung, Position für Position – was genau, in welcher Menge, in welcher Ausführung.
  • Preise je Position, Zwischensumme, Umsatzsteuer und Endbetrag. Kleinunternehmer weisen keine Umsatzsteuer aus und nennen stattdessen den Grund.
  • Bindefrist: bis wann das Angebot gilt. Ohne Frist bleibt lange offen, woran Du gebunden bist.
  • Ausführungszeitraum und Zahlungsbedingungen.

Was ein Angebot gewinnen lässt

  1. Es kommt schnell. Wer innerhalb von 24 Stunden liefert, ist im Kopf des Kunden noch der, der gerade da war.
  2. Es beschreibt die Lösung, nicht nur die Positionen. Zwei Sätze vor der Tabelle, die sagen, was erreicht wird, ändern die Wahrnehmung des ganzen Dokuments.
  3. Es benennt, was nicht enthalten ist. Das wirkt nicht kleinlich, sondern verhindert genau den Streit, der sonst am Ende kommt.
  4. Es hat eine Variante. Eine zweite, kleinere Ausführung verschiebt die Frage von „ob" zu „welche".
  5. Es sagt, wie es weitergeht. Ein Satz: „Antworte einfach auf diese Mail, dann stimmen wir den Termin ab."

Wo die Zeit verloren geht

Der Weg vom Termin zum Angebot besteht selten aus Schreibarbeit. Er besteht aus Suchen: Wo waren noch mal die Maße? Wie hieß die Straße? Was hatten wir beim letzten ähnlichen Auftrag berechnet?

  • Aufnahme vor Ort in ein festes Raster statt auf einen Zettel – dieselben Felder bei jedem Termin.
  • Textbausteine für wiederkehrende Positionen, einmal gut formuliert.
  • Vorlage mit den Pflichtangaben, in die nur noch Inhalt kommt.
  • Ein fester Platz für alle Angebote, damit das letzte ähnliche in zehn Sekunden auffindbar ist.

Nachfassen gehört dazu

Die meisten Angebote werden nie beantwortet – nicht abgelehnt, einfach nicht beantwortet. Ein kurzer Anruf oder eine Mail nach fünf Tagen holt einen Teil davon zurück. Das ist keine Aufdringlichkeit, sondern Service: Der Empfänger hat es oft nur vergessen.

Wer das nicht von Hand nachhalten will, lässt sich erinnern. Eine Liste mit Datum reicht; ein Ablauf, der die Erinnerung selbst auslöst, ist bequemer.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Wie lange sollte die Bindefrist sein?
Üblich sind zwei bis vier Wochen. Sie sollte lang genug für eine Entscheidung sein und kurz genug, dass Materialpreise nicht davonlaufen.
Ist ein Angebot verbindlich?
Ein Angebot mit Bindefrist bindet den Anbieter bis zum Ablauf dieser Frist. Wer sich das offenhalten will, kennzeichnet es ausdrücklich als freibleibend.
Muss ein Angebot schriftlich sein?
Rechtlich nicht zwingend. In der Praxis ist Schriftform der einzige Weg, später zu belegen, was vereinbart war.
Kostenvoranschlag oder Angebot?
Ein Kostenvoranschlag ist eine Schätzung, ein Angebot eine verbindliche Erklärung. Die Bezeichnung sollte zu dem passen, was gemeint ist.
Der nächste Schritt

Vom Termin zum Angebot,
ohne Suchen.

Wir bauen Abläufe, die Anfrage, Aufnahme und Angebot verbinden. Der Digital-Check zeigt in drei Minuten, wo bei Dir die Zeit liegen bleibt.