Ein Quadrat,
das Wege spart.
QR-Codes waren jahrelang eine Spielerei, bis jede Telefonkamera sie von selbst erkannte. Seitdem sind sie eine der einfachsten Brücken zwischen der Welt aus Papier und Metall und dem, was digital passiert – vorausgesetzt, dahinter steht etwas Sinnvolles.
Einsätze, die sich lohnen
- Am Fahrzeug. Wer im Stau hinter Dir steht, hat drei Sekunden Zeit. Ein großer Code mit einem Wort daneben – „Anfragen" – ist besser als eine Telefonnummer, die niemand tippen kann.
- Auf dem Bauschild. Führt zur Referenzseite mit Bildern von genau diesem Projekt. Nachbarn sind die besten Interessenten.
- Auf der Rechnung. Führt zur Bewertungsseite. Der Moment nach der Rechnung ist der, in dem Zufriedenheit am größten ist.
- Auf der Visitenkarte. Führt zu einem Kontakt, der sich mit einem Tippen speichern lässt – statt abgetippt zu werden.
- Am Gerät oder an der Anlage. Führt zur Wartungshistorie, zur Bedienungsanleitung oder zum Serviceformular. Spart einen Anruf und eine Suche.
- Im Schaufenster. Funktioniert, wenn geschlossen ist – dann wird trotzdem angefragt.
- Auf dem Stellenaushang am Bauzaun. Führt direkt zum kurzen Bewerbungsformular.
Worauf beim Erstellen zu achten ist
- Auf eine eigene Adresse zeigen lassen, nicht auf einen fremden Kürzungsdienst. Stellt der den Betrieb ein, sind alle gedruckten Codes tot.
- Eine Adresse verwenden, die Du ändern kannst. Beispielsweise eine eigene Unterseite, die weiterleitet. Dann lässt sich das Ziel später anpassen, ohne alles neu zu drucken.
- Messbar machen. Ein Zusatz in der Adresse zeigt in der Auswertung, welcher Code benutzt wird. Nur so weißt Du, ob das Bauschild etwas bringt.
- Größe: als Faustregel etwa ein Zehntel des Leseabstands. Für zwei Meter Abstand also rund 20 Zentimeter Kantenlänge.
- Kontrast und Ruhezone. Dunkel auf hell, ringsum ein freier Rand. Codes in hellen Farben oder direkt am Bildrand werden nicht erkannt.
- Immer als Vektor drucken, nie als vergrößertes Bildschirmbild.
- Eine Beschriftung daneben. „Termin buchen" oder „Bewertung abgeben". Ein Code ohne Text wird nicht gescannt, weil niemand weiß, was kommt.
Die Fehler, die sie unbrauchbar machen
- Der Code führt auf die Startseite. Der Besucher sucht dann weiter – oder gar nicht.
- Die Zielseite ist auf dem Telefon nicht bedienbar.
- Der Code klebt an einer Stelle, an der man nicht stehen bleiben kann.
- Er ist zu klein, zu blass oder auf einer gewölbten Fläche.
- Er zeigt auf ein PDF, das erst heruntergeladen werden muss.
- Er wurde bei einem Anbieter erstellt, der nach einem Jahr Geld für die Weiterleitung verlangt – ein verbreitetes Geschäftsmodell, das nach dem Druck auffällt.
Der letzte Punkt ist der teuerste. Ein Code, der auf Deine eigene Adresse zeigt, funktioniert, solange Deine Domain existiert. Einer, der über einen fremden Dienst läuft, funktioniert, solange dieser Dienst will.
Datenschutz
- Wer über einen Kürzungsdienst leitet, überträgt dorthin Daten der Scannenden. Das gehört in die Datenschutzerklärung – oder man vermeidet es durch eine eigene Weiterleitung.
- Die Zielseite unterliegt denselben Regeln wie jede andere Seite: Impressum, Datenschutzerklärung, keine ungefragt ladenden Fremdressourcen.
- Wer über den Zusatz in der Adresse misst, sollte das in der Erklärung erwähnen.
Dieser Beitrag ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung.

