Eine Handwerker-Website
muss Aufträge bringen.
Die meisten Handwerker-Websites sind digitale Visitenkarten: Sie stehen da und tun nichts. Dabei entscheidet sich genau dort, ob aus einer Empfehlung ein Anruf wird.
Wie Kunden im Handwerk wirklich suchen
Zwei Wege führen zu einem Handwerksbetrieb. Der erste ist die Empfehlung: Jemand nennt einen Namen, und der nächste Schritt ist – nachschauen. Der zweite ist die Suche: „Elektriker in der Nähe", „Heizung Notdienst", „Bad sanieren".
Beide Wege enden auf Deiner Website, und beide haben dieselbe Frage: Sind die seriös, machen die das, was ich brauche, und wie erreiche ich sie? Wer diese drei Fragen in zehn Sekunden beantwortet, gewinnt.
Eine Seite je Gewerk, nicht eine Liste
Der häufigste Aufbau ist eine Seite „Leistungen" mit einer Aufzählung. Das ist für Google fast wertlos: Die Seite kann zu vielem passen und zu nichts richtig.
Besser ist eine eigene Seite je Leistung, die eine Frage beantwortet, die jemand tatsächlich stellt. Nicht „Sanitär", sondern „Badsanierung", „Heizungswartung", „Rohrreinigung", „Notdienst". Jede davon mit dem, was dazugehört: Ablauf, Dauer, was der Kunde vorbereiten muss, was danach passiert.
Das Handy ist der Normalfall
Die meisten Besuche auf Handwerker-Websites kommen vom Telefon – oft unterwegs, oft mit einem konkreten Problem. Daraus folgt eine klare Reihenfolge:
- Anrufen muss immer gehen. Die Telefonnummer als Knopf, der wählt, nicht als Text zum Abtippen. Sichtbar ohne Scrollen.
- Öffnungszeiten und Notdienst sofort. Wer abends mit Wasserschaden sucht, hat genau eine Frage.
- Kurze Wege. Zwei Klicks zur passenden Leistung, nicht vier.
- Formular kurz halten. Name, Kontakt, Anliegen. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen.
Echte Bilder schlagen alles
Ein Foto vom eigenen Team vor dem eigenen Fahrzeug wirkt mehr als jeder Text. Stockfotos von lächelnden Handwerkern mit makelloser Kleidung erkennt jeder, und sie erzeugen genau das Gegenteil von Vertrauen.
Besonders wirksam: fertige Arbeiten. Ein saniertes Bad, eine neue Heizungsanlage, ein gedecktes Dach. Wer zeigen kann, was er gemacht hat, muss weniger behaupten.
Ein Fototermin im Betrieb dauert einen halben Tag und liefert Material für Jahre – für Website, Unternehmensprofil und Angebote.
Was hinter der Website passieren sollte
Eine Anfrage um 20:15 Uhr ist im Handwerk der Normalfall. Wenn sie bis übermorgen liegen bleibt, hat der Kunde längst woanders angerufen. Die Website ist nur die halbe Miete – die andere Hälfte ist, was danach passiert:
- Sofortige, brauchbare Antwort auf jede Anfrage — auch abends und am Wochenende.
- Termine, die Kunden selbst aus dem freien Kalender buchen.
- Angebote, die aus dem Gesprächsprotokoll entstehen statt abends am Schreibtisch.
- Rechnungen und Erinnerungen, die von allein rausgehen.
- Eine Bewertungsanfrage nach jedem abgeschlossenen Auftrag.

