Sofort sichtbar.
Solange Du zahlst.
Anzeigen bei Google wirken sofort. Das ist ihr großer Vorteil gegenüber allem anderen – und ihr größter Nachteil, denn sie hören ebenso sofort auf zu wirken, wenn das Budget endet. Wer das weiß, kann sie sinnvoll einsetzen.
Wie es im Kern funktioniert
Du sagst, bei welchen Suchanfragen Deine Anzeige erscheinen soll, und wie viel Dir ein Klick wert ist. Wer klickt, kostet Geld. Wer nur die Anzeige sieht, nicht. Der Preis je Klick entsteht in einer Versteigerung, in die neben dem Gebot auch die Qualität von Anzeige und Zielseite einfließt.
Das ist der wichtige Punkt: Eine bessere Zielseite senkt den Klickpreis. Wer eine schwache Seite hat, zahlt für dasselbe Ergebnis mehr als der Wettbewerb.
Wann es sich lohnt
- Der Bedarf ist akut. Rohrbruch, Heizungsausfall, Schlüsseldienst – dort wird gesucht und sofort angerufen.
- Ein Auftrag ist viel wert. Je höher der Auftragswert, desto entspannter die Rechnung je Klick.
- Das Angebot ist klar abgrenzbar. „Fenster abdichten" lässt sich bewerben, „Handwerksleistungen" nicht.
- Es gibt Kapazität. Anzeigen für eine Leistung, die erst in vier Monaten ausgeführt werden kann, verbrennen Geld und Ruf.
- Die Seite überzeugt. Anzeigen bringen Besucher. Ob daraus Anfragen werden, entscheidet die Seite.
Die Fehler, die Budget verbrennen
- Weitgehend passende Suchbegriffe ohne Ausschlüsse. Dann erscheint die Anzeige auch bei „Fenster abdichten Anleitung" und „Fenster abdichten selbst" – Leute, die gerade nicht beauftragen wollen. Eine Liste auszuschließender Wörter ist Pflicht und wächst wöchentlich.
- Kein Standortbezug. Wer bundesweit ausspielt, aber nur regional arbeitet, zahlt für Klicks aus Orten, die er nie beliefert.
- Keine Messung. Ohne erfasste Anfragen weißt Du nur, was Du ausgibst, nicht was es bringt. Ein Anruf, ein abgeschicktes Formular, eine Terminbuchung – das sind die Ereignisse, die gezählt gehören.
- Zu viele Suchbegriffe in einer Gruppe. Dann passt die Anzeige zu keinem davon richtig.
- Anzeigen ohne konkreten Inhalt. „Ihr Partner für alles rund ums Haus" klickt niemand. „Fenster abdichten – Termin in 5 Tagen" schon.
- Einmal einrichten und laufen lassen. Der Bericht über tatsächliche Suchbegriffe gehört wöchentlich angesehen. Dort steht, wofür Du wirklich zahlst.
Das Zusammenspiel mit dem Rest
Anzeigen und organische Sichtbarkeit sind keine Gegensätze. Anzeigen liefern das nächste Quartal, gute Inhalte das nächste Jahr. Wer beides macht, gewinnt zweimal – und Anzeigen liefern nebenbei die Daten, welche Suchanfragen wirklich zu Anfragen führen. Diese Liste ist bares Geld für die Inhalte.
- Vor der ersten Anzeige: eine Zielseite je beworbener Leistung, mit klarer Kontaktmöglichkeit.
- Messung einrichten, bevor Geld fließt. Sonst sind die ersten Wochen Daten verloren.
- Klein anfangen, ein Thema, ein Ort, ein überschaubares Tagesbudget.
- Nach zwei Wochen Suchbegriffe prüfen und ausschließen, was nicht passt.
- Nach vier Wochen entscheiden: Kommen Anfragen, die sich rechnen? Wenn nein, liegt es fast immer an der Zielseite, nicht am Budget.

