Totgesagt.
Und trotzdem voll.
Facebook gilt als erledigt. In der Altersgruppe, die Handwerker beauftragt, Häuser besitzt und Rechnungen bezahlt, ist es das nicht. Die Frage ist deshalb nicht, ob dort noch jemand ist, sondern ob Deine Kunden dort sind.
Für wen es sich lohnt
- Betriebe mit privaten Kunden ab etwa vierzig. Genau dort ist die Plattform weiterhin stark – und das ist bei Handwerk, Garten, Pflege und Dienstleistung rund ums Haus die zahlende Zielgruppe.
- Betriebe mit örtlichem Einzugsgebiet. Empfehlungen in lokalen Gruppen („Wer kennt einen guten …") sind dort eine der wirksamsten Quellen überhaupt – und sie kosten nichts.
- Betriebe mit sichtbarer Arbeit. Vorher-Nachher funktioniert auch hier.
- Wer Mitarbeiter sucht, erreicht dort andere Menschen als über Jobportale.
Die Einrichtung
- Ein persönliches Profil ist Voraussetzung. Seiten hängen daran; ohne geht es nicht. Wer das nicht will, kommt an dieser Stelle nicht weiter.
- Seite anlegen, Name genau wie im Register, Kategorie passend wählen.
- Profil- und Titelbild. Das Titelbild zeigt am besten die Arbeit, nicht ein Logo auf Farbfläche.
- Infobereich vollständig: Leistungen, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Website.
- Impressum hinterlegen. Für geschäftliche Seiten gilt die Anbieterkennzeichnung; üblich ist ein klar bezeichneter Link auf das Impressum der Website.
- Zweite Person als Administrator eintragen. Eine Seite, deren einziger Verwalter nicht mehr erreichbar ist, ist praktisch verloren – und genau dieser Fall ist hier schon einmal eingetreten.
- Benachrichtigungen einschalten. Nachrichten über die Seite sind Anfragen; sie dürfen nicht drei Tage liegen bleiben.
Was dort funktioniert
- Fertige Arbeiten mit Bildern und einem Satz zur Aufgabe.
- Kurze Videos von der Baustelle. Ungeschnitten wirkt besser als produziert.
- Hinweise mit Nutzen: was vor dem Winter zu prüfen ist, was eine neue Vorschrift bedeutet.
- Menschen aus dem Betrieb. Wer neu anfängt, wer Prüfung bestanden hat.
- Was nicht funktioniert: Feiertagsgrüße, Grafiken mit Sprüchen, Werbebotschaften ohne Bild aus dem Betrieb.
Ein bis zwei Beiträge pro Woche reichen. Wichtiger als die Zahl ist, dass auf Nachrichten und Kommentare am selben Tag geantwortet wird.
Grenzen und Recht
- Reichweite gehört Dir nicht. Ein geändertes Verfahren, ein gesperrtes Konto, und die Arbeit von Jahren ist nicht mehr erreichbar. Deshalb nie der einzige Kanal.
- Bildrechte und Einwilligungen gelten dort wie überall – auch für Mitarbeiter und für Kundenobjekte.
- Bewertungen und Empfehlungen auf der Seite unterliegen denselben Regeln wie anderswo: nichts erfinden, keine Gegenleistung.
- Datenschutz: Für die Seiteneinblicke gelten besondere Anforderungen; ein Link von der Website auf das Profil ist unproblematisch, eine eingebettete Wand nicht.
Dieser Beitrag ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung. Und der verlässliche Teil bleibt die eigene Adresse: Jeder Beitrag sollte auf die Website zeigen, damit aus Aufmerksamkeit eine Anfrage werden kann.

