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Technik

Ein Domainumzug
ist planbar.

Ein Domainumzug ist unspektakulär, solange man die Reihenfolge einhält. Wer sie vertauscht, steht ein paar Stunden ohne Website und ohne E-Mail da – und E-Mail ist der Teil, der wehtut.

2 Minuten Lesezeit

Die Begriffe, die man auseinanderhalten muss

  • Registrar — bei wem die Domain registriert ist.
  • Nameserver — wer die Frage beantwortet „Wo liegt diese Domain?".
  • Hosting — wo die Dateien der Website liegen.
  • Mailserver — wo die E-Mails ankommen.

Diese vier können bei vier verschiedenen Anbietern liegen. Ein „Umzug" kann jeden einzelnen davon meinen – und die Schritte sind jeweils andere.

Die Reihenfolge, die Ausfälle verhindert

  1. Bestandsaufnahme. Alle DNS-Einträge der aktuellen Domain notieren oder exportieren: A, AAAA, CNAME, MX, TXT. Besonders die TXT-Einträge für SPF, DKIM und DMARC — sie werden am häufigsten vergessen.
  2. Neues Ziel vorbereiten. Website beim neuen Hoster aufsetzen und unter einer Testadresse prüfen. Erst wenn dort alles läuft, geht es weiter.
  3. TTL herabsetzen. Ein bis zwei Tage vorher die Gültigkeitsdauer der DNS-Einträge auf einen kleinen Wert stellen. Dann greift die Umstellung später in Minuten statt in Stunden.
  4. E-Mail zuerst. Postfächer anlegen und den vorhandenen Bestand übertragen, bevor die MX-Einträge umgestellt werden.
  5. Umstellen. DNS auf das neue Ziel zeigen lassen. Website und E-Mail parallel prüfen.
  6. Nachlauf. Altes Hosting noch ein bis zwei Wochen laufen lassen. Es kostet wenig und rettet, was vergessen wurde.

E-Mail: der Teil, der wehtut

Eine Website, die eine Stunde nicht erreichbar ist, merken wenige. E-Mails, die in dieser Stunde verloren gehen, merkt man wochenlang.

Deshalb: Postfächer zuerst am neuen Ort anlegen, Bestand übertragen, und erst dann die MX-Einträge ändern. In der Übergangszeit können Mails an beiden Orten ankommen – deshalb beide Postfächer prüfen, bis sicher ist, dass alles am neuen Ort landet.

Die drei TXT-Einträge nicht vergessen: SPF legt fest, wer in Deinem Namen senden darf; DKIM signiert ausgehende Mails; DMARC sagt, was mit Mails passieren soll, die beides nicht erfüllen. Fehlen sie nach dem Umzug, landen Deine Mails im Spam-Ordner.

Was mit der Sichtbarkeit passiert

Wenn nur der Server wechselt und die Adressen gleich bleiben, passiert bei Google nichts. Wenn sich die Domain ändert, ist es ein anderer Fall: Dann braucht jede alte Adresse eine 301-Weiterleitung auf die entsprechende neue.

Die alte Domain sollte mindestens ein Jahr bestehen bleiben und weiterleiten – lieber länger. Links von außen verschwinden nicht, nur weil Du umgezogen bist.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Wie lange dauert ein Domainumzug?
Der Wechsel des Registrars dauert je nach Endung üblicherweise wenige Tage. Eine reine DNS-Umstellung greift bei niedriger TTL innerhalb von Minuten bis Stunden.
Ist die Website währenddessen offline?
Bei richtiger Reihenfolge nicht. Das neue Ziel läuft bereits, wenn umgestellt wird — der Wechsel ist dann nur ein Wegweiser, der auf ein fertiges Haus zeigt.
Was ist ein Auth-Code?
Ein Kennwort, das den Umzug einer Domain zu einem anderen Registrar autorisiert. Du bekommst ihn beim bisherigen Anbieter.
Der nächste Schritt

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