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Hosting ist die Entscheidung, über die niemand spricht und die alles betrifft: Geschwindigkeit, Erreichbarkeit, Sicherungen, Datenschutz. Sie wird meist einmal getroffen und dann zehn Jahre nicht mehr angefasst – ein Grund mehr, sie einmal richtig zu treffen.

2 Minuten Lesezeit

Die Arten im Überblick

  • Geteiltes Hosting. Viele Websites auf einem Server. Günstig, wartungsarm, für die allermeisten Betriebsseiten völlig ausreichend.
  • Verwaltetes Hosting für ein bestimmtes System. Aktualisierungen und Sicherungen übernimmt der Anbieter. Bequemer, dafür weniger Freiheit.
  • Eigener Server. Volle Kontrolle, volle Verantwortung. Wer keinen Menschen hat, der sich darum kümmert, sollte die Finger davon lassen.
  • Statisches Hosting am Rand des Netzes. Die fertigen Seiten liegen auf vielen Servern weltweit verteilt. Sehr schnell, sehr ausfallsicher, funktioniert aber nur für Seiten ohne serverseitige Programmlogik.

Für eine Betriebsseite mit Leistungen, Referenzen, Blog und Kontaktformular reicht geteiltes Hosting in aller Regel aus. Wer die Seite ohne schweres System baut, bekommt beim statischen Hosting mehr Geschwindigkeit für weniger Geld.

Die Merkmale, die wirklich zählen

  1. Standort der Server. Innerhalb der EU vereinfacht den Datenschutz erheblich. Außerhalb braucht es zusätzliche Grundlagen.
  2. Verschlüsselung inklusive, mit automatischer Erneuerung. Sonst steht irgendwann eine Warnseite vor Deiner Website.
  3. Automatische Sicherungen mit einer Aufbewahrung von mehreren Tagen – und die Möglichkeit, sie selbst zurückzuspielen.
  4. Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Der Hoster verarbeitet in Deinem Auftrag Daten. Ohne diesen Vertrag fehlt ein Baustein.
  5. Erreichbarer Support in Deiner Sprache. Am Tag des Ausfalls ist das der einzige Punkt, der zählt.
  6. Eigene E-Mail-Postfächer auf der Domain, mit vernünftigem Spamfilter.
  7. Umzugsfreiheit. Kommst Du an Dateien, Datenbank und Domain heran, ohne fragen zu müssen?

Warum kostenloses Hosting selten trägt

  • Werbung des Anbieters auf der eigenen Seite oder eine Adresse mit fremdem Namen darin.
  • Keine eigenen E-Mail-Adressen auf der Domain.
  • Keine oder unklare Sicherungen.
  • Kein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, oft Server außerhalb der EU.
  • Kein Support, wenn es brennt.

Für ein privates Projekt ist das alles verschmerzbar. Für einen Betrieb ist die eigene Adresse mit eigener E-Mail der Punkt, an dem Kunden Ernsthaftigkeit ablesen – und Hosting gehört zu den kleinsten Posten überhaupt.

Was die Seite schnell macht

Der Server ist nur ein Teil. Eine überladene Seite wird auch auf gutem Hosting nicht schnell. Trotzdem gibt es Dinge, die der Anbieter beitragen muss: aktuelle Technik, Zwischenspeicherung, moderne Übertragungsprotokolle und Kompression.

Messbar wird das an der Antwortzeit des Servers. Braucht er für die erste Antwort lange, hilft keine Bildoptimierung der Welt – dann liegt es am Hosting oder am System darüber.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema.

Muss der Server in Deutschland stehen?
Nicht zwingend. Innerhalb der EU ist die Lage am einfachsten. Außerhalb braucht es zusätzliche Grundlagen für den Transfer und einen Hinweis in der Datenschutzerklärung.
Wie wechsle ich den Hoster ohne Ausfall?
Neuen Platz einrichten, Seite dort testen, erst danach die Domain umstellen. Die alte Umgebung noch einige Tage bestehen lassen.
Was ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung?
Eine Vereinbarung nach Art. 28 DSGVO, die regelt, wie ein Dienstleister die Daten verarbeitet, die er für Dich verarbeitet. Seriöse Hoster stellen sie im Kundenbereich bereit.
Reicht das günstigste Paket?
Für eine Betriebsseite meistens ja. Entscheidend sind Sicherungen, Verschlüsselung, Support und die Freiheit, jederzeit umzuziehen – nicht der Speicherplatz.
Der nächste Schritt

Leichte Seiten brauchen
keine schweren Server.

Wir bauen Seiten, die ohne schweres System auskommen und deshalb überall schnell sind. Der Digital-Check zeigt in drei Minuten, wo Deine Seite steht.